Top 19, Wohnküche mit Blick zur Terrasse

 

Zeitlich befristetes Eigentum auf fremdem Grund

Wer auf der Suche nach einer Eigentumswohnung ist, dem kommt in letzter Zeit immer öfter die Möglichkeit von Eigentumswohnungen auf Baurechtsgründen unter. Aber was ist das jetzt eigentlich und warum bietet PARACELSUS Wohnbau das derzeit nicht an?

Ein Baurecht ist das Recht, auf fremdem Grund ein Objekt zu errichten und zu benutzen. Dieses Recht wird für eine vorher festgelegte Zeit zwischen zehn Jahren und maximal hundert Jahren befristet vergeben. Das Recht wird im Grundbuch eingetragen und kann auch weiter vergeben werden. Dies ist auch der Grund, warum es in letzter Zeit immer öfter für größere Wohnbauprojekte genutzt wird.

Was ist beim Baurecht zu beachten?

Es wird den Baurechtsnehmern je nach Vereinbarung monatlich oder jährlich ein Zins vorgeschrieben, dieser unterliegt der Wertsicherung und wird von allen Eigentümern gemeinsam bezahlt.

Obwohl das Grundstück nicht gekauft wird, fällt bei Abschluss eines Baurechtsvertrags ebenfalls Grunderwerbssteuer an. Diese beträgt 3,5% des 18-fachen jährlichen Baurechtszins. Die Eintragungsgebühr im Grundbuch beträgt 1,1% ebenfalls des 18-fachen jährlichen Baurechtszins.

Eigentumswohnungen auf Baurechtsgründen werden daher, zumindest theoretisch, günstiger vergeben, da kein Grundkostenanteil zu bezahlen ist.

An der Wohnung oder dem Reihenhaus selbst wird Eigentum begründet, jedoch bleibt das Grundstück immer in fremdem Besitz. Bei Ablauf des Baurechts geht das Eigentum am gekauften Objekt aber für eine sehr geringe Entschädigung an den Eigentümer des Grundstücks über. Wird vertraglich nichts Anderes festgelegt, so erhält der Baurechtsnehmer hierbei 25% des Gebäudewerts bei Vertragsbeendigung. Alle weiteren Rechte des Wohnungseigentümers erlöschen.

Wenn Baurecht jetzt billigere Wohnungen ermöglicht, warum ist es dann problematisch?

Zum einen muss man sagen, dass sich, speziell in Wien, die Vergünstigung bei Baurechtswohnungen im Vergleich zu anderen Eigentumswohnungen oft sehr in Grenzen hält, andererseits muss man sich im Klaren sein, dass Baurechtswohnungen an Wert verlieren statt gewinnen.

Je näher das Ende einer Baurechtsvereinbarung kommt, desto schwieriger wird es, die Wohnung wieder zu verwerten. Das gleiche gilt natürlich auch für Pfandrechte. Banken geben weniger leicht Kredite auf Baurechtswohnungen, da diese als schwerer weiterverwertbar gelten. Je länger ein solches Objekt schon genutzt wurde, desto weiter sinkt der Wert durch die kürzere Restnutzungszeit.

Was man auch nicht vergessen darf sind die jährlichen Folgekosten. Der regelmäßig indexierte Baurechtszins macht das Leben im Baurecht nicht günstiger. Oft zahlt man monatlich für kleinere Wohnungen bereits einige hundert Euro. Hier stellt sich dann wirklich die Frage, ob das noch günstiges Wohnungseigentum oder eigentlich eine sehr teure Form der Miete ist.

Wie schaut es bei PARACELSUS Wohnbau aus?

Ich baue derzeit lediglich auf Eigengründen. Das bedeutet, dass ich vor dem Bau eines Objekts ein Grundstück ankaufe und auf diesem Grundstück ein Objekt errichte. Sie kaufen dann bei mir eine Eigentumswohnung, bei der Ihnen auch ein Anteil am Grundstück gehört. Somit kann diese Wohnung nicht nur für einige Jahrzehnte, sondern bei Wunsch auch über mehrere Generationen weiterverwendet oder aber auch jederzeit verkauft werden.

Derzeit suche ich ein neues Grundstück, um wieder neue Wohnungen entwickeln zu können. Wenn Sie ein interessantes Grundstück zu verkaufen haben, dann melden Sie sich doch bitte bei mir.

Top 19, Wohnküche, Teilansicht

Top 19, Wohnküche auf einer Fläche von 37,63 m²

1 Antwort
  1. Peter Rossum
    Peter Rossum sagte:

    Sehr geehrter Magister!
    Ich habe im Jahr 1973 die Gebaeudeverwaltungspruefung in Wien abgelegt und bin jetzt in Pension nachdem ich 45 Jahre in Suedafrika als Immobilienmakler taetig war. Der Begriff Baurechteigentum war mir fremd und ich moechte Ihnen danken fuer die Beschreibung dieses Eigentumsrechts. Es gibt etwas aehnhliches in Suedafrika, das bei Wohnungen angewendet wird, die beim Pensionsalter angeschafft werden und fallen unter den Begriff „occupational right“ also Benuetzungsrecht. Beim Absterben des Beguenstigten geht dieses Recht entweder an den ueberlebenden Teil der Gemeinschaft ueber oder wenn diese nicht mehr bestehen sollte, werden 75% des Wertes an die Erben ausbezahlt und der Rest an den „body corporate“ also die Hausgemeinschaft. Der Vorteil dieses Kaufes ist, dass der Kaufpreis niedriger ist als vergleichbare „sectional title
    properties“, der Nachteil, dass die endgueltigen Erben weniger bekommen.
    Ich bin ganz Ihrer Meinung, dass das Baurechtseigentum nicht vorteilhaft ist.
    Liebe Gruesse Peter Rossum

    Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.