Top 20, Wohnküche, Teilansicht

Sie suchen eine neue Eigentumswohnung? Im jetzt neu aufgestellten Blog möchte ich Ihnen ab sofort wieder regelmäßig Tipps zum Thema Eigentumswohnung geben. Diesmal geht es um einige typische Fehler, die unerfahrenen Interessenten oft passieren.

1. Nebenkosten beim Kauf der Eigentumswohnung vergessen

Eine Wohnung ist mit einem Kaufpreis von 400.000 Euro angeschrieben. Sie kostet damit aber nicht nur 400.000 Euro, sondern es fallen noch nicht unerhebliche Nebenkosten an. Diese betragen zwischen sieben und zehn Prozent des Kaufpreises der Eigentumswohnung.

Es handelt sich hierbei um die Kosten für die Grunderwerbssteuer (3,5 % vom Kaufpreis), die Grundbucheintragungsgebühr (1,1 %), die Kaufvertragserrichtung (Notar oder Rechtsanwalt bekommen üblicherweise zwischen 1 und 1,5 % zuzüglich Umsatzsteuer), einige kleinere Nebengebühren für das Gericht und – je nachdem wo man kauft – die Maklergebühren (bis 3,0 % zuzüglich Umsatzsteuer).

Und selbst wenn ich diese Kosten bereits berücksichtige, so muss ich doch noch Geld für die Einrichtung oder eventuelle Umbauten beiseitelegen. Somit wird ein Kauf oft viel größer, oder das Budget viel kleiner, als man es erwartet hätte.

2. Den eigenen Kreditrahmen vollständig ausnutzen

Die Mehrheit meiner Kunden – und wahrscheinlich geht es Ihnen auch nicht anders – benötigt einen Kredit zum Kauf einer Eigentumswohnung. In Zeiten von niedrigen Zinsen ist es auch eine wirklich interessante Möglichkeit, in Immobilien zur Eigennutzung wie auch zur Vermietung zu investieren, da sowieso keine Zinsen auf der Bank zu erlangen sind.

Beim Kauf Ihrer Eigentumswohnung sollten Sie allerdings ganz genau hinschauen, inwieweit Sie sich einen Kredit wirklich langfristig leisten können. Hier geht es nicht gerade um die niedrigen Zinsen im Moment, sondern mehr um die Frage ob Sie sich auch in Zeiten steigender Zinsen Ihre Wohnung noch leisten können.

Was passiert in Zeiten in denen das Zinsniveau zum Beispiel auf 10 % steigt? Und diese Zeiten hatten wir noch vor wenigen Jahren. Selbstverständlich rede ich Ihnen an dieser Stelle keine Eigentumswohnung aus, aber ich empfehle, möglichst hohe Rückzahlungen gleich zu Beginn zu leisten. Auch eine Zinssicherung ist möglich. Hierüber berät Sie am besten Ihre Bank.

Top 19, Wohnküche, Einbauküche, Teilansicht

Top 19, Wohnküche auf einer Fläche von 37,63 m²

3. Sie kaufen im renovierungsbedürftigen Altbau, weil man ohnedies alles selbst reparieren kann

Altbauten sind doch etwas wirklich Schönes. Die hohen Räume, die großen Fenster, eine Altbauwohnung kann oft sehr faszinierend sein.
Allerdings sollten Sie insbesondere bei Altbauten, sowie generell bei Gebäuden die bereits älter als 20 Jahre sind (ich weiß, dass dies vom Gesetz her Neubauten sind), sehr genau schauen, wie der bauliche Zustand ist.

Es geht hier einmal um den Zustand im Inneren der Wohnung. Welche Maßnahmen müssen Sie vor einem Einzug unbedingt erledigen? Und hinterfragen Sie bitte auch, ob zusätzliche Maßnahmen in den nächsten Jahren anstehen. Gerade hinsichtlich der Finanzierung derselben sollten diese jetzt schon miteingeplant werden.

Vor allem geht es aber auch um das Thema Reparaturreserve. Hierbei handelt es sich um Geld, das üblicherweise von der Hausverwaltung gemeinsam mit den Betriebskosten zum Erhalt des Hauses eingehoben und angespart wird.

Von dieser Reserve werden alle Reparaturen an gemeinsamen Anlagen des Hauses, aber etwa auch der Fenster, der Balkone oder der Wohnungseingangstüren bezahlt. Deshalb stellt sich aber auch die Frage, welche Maßnahmen im Haus bereits in den letzten Jahren durchgeführt wurden und welche demnächst anstehen. Sind diese bereits gedeckt? Auskunft hierüber bekommt man üblicherweise bei der Hausverwaltung, man muss aber immer auch mit plötzlichen unerwarteten Mehrkosten rechnen, die sich durchaus auch auf mehrere tausend Euro pro Wohnung summieren können.

4. Die Wohnung ist jetzt schon zu klein

Wenn Sie die ersten Punkte gelesen haben, haben Sie vielleicht schon Angst überhaupt eine Wohnung zu kaufen, die Ihren Vorstellungen entspricht. Sehr gerne möchte man einsparen und verzichtet dann auf irgendwelchen „Luxus“. Dieser Luxus könnte etwa das eigene Arbeitszimmer, der Schrankraum oder das zweite Badezimmer sein.

Die Idee einzusparen ist natürlich nicht grundsätzlich schlecht, es darf Ihnen aber bitte nie so vorkommen, dass Ihnen irgendetwas wichtiges fehlt. Ihre Wohnung soll Sie glücklich machen und soll Ihnen ein wirkliches Zuhause bieten. Denken Sie hier langfristiger und schauen Sie, ob es nicht andere Möglichkeiten gibt irgendwo einzusparen.

Eventuell erweitern Sie Ihr Suchgebiet und schauen sich noch andere Wohngebiete an. Es muss nicht immer Innenstadtlage sein, manchmal genügt es, ein paar Kilometer weiter entfernt zu suchen und schon finden Sie eine Wohnung, die Ihren Vorstellungen entspricht und genug Platz bietet.

5. Die Umgebung oder die Qualität passt einfach nicht

Was nützt Ihnen ein großes günstiges Haus im Burgenland, wenn Sie in Wien leben und Ihren ganzen Freundeskreis hier haben. Das gleiche gilt für ein Objekt in Wien, bei dem etwa die Fenster nicht dicht sind oder sonst größere Reparaturen anstehen.

Ebenso wie beim vorigen Punkt gilt hier, dass Sie besser länger suchen sollten, bevor Sie sich entscheiden. Wohnungen lassen sich wieder weiterverkaufen, aber es zahlt sich trotzdem aus, sich mehr Zeit zu nehmen und in Ruhe eine Entscheidung zu treffen. Sie wollen Ihre neue Wohnung oder Ihr neues Haus für längere Zeit Ihre Heimat nennen. Dafür zahlt es sich aus, sich Zeit zu lassen.

6. Wir wollen noch Kinder

Sie sind jung und denken noch daran Kinder zu bekommen? Dann überlegen Sie, ob Sie wirklich die Zwei-Zimmer Wohnung kaufen wollen. Manchmal ist es besser, etwas länger zur Miete zu wohnen, bevor man sich entscheidet. Ihre neue Wohnung sollte nämlich schon Platz für ein Kinderzimmer haben.

7. Wir wollen auch vermieten

Vielleicht haben Sie auch schon Kinder und wollen eine Wohnung für Ihre Kinder kaufen. Aber sind diese überhaupt schon alt genug um einzuziehen, oder wollen Sie die Wohnung jetzt zunächst einmal vermieten.

Das begegnet mir recht häufig und es spricht auch nichts dagegen, dass man eine Wohnung erst einmal vermieten möchte. Aber achten Sie in diesem Fall lieber darauf, dass die Wohnung jetzt leicht vermietbar ist und weniger darauf, ob sie Ihren persönlichen Wünschen entspricht. Wer weiß, ob Ihre Kinder in fünf oder zehn oder gar fünfzehn Jahren auch tatsächlich einziehen wollen. Sorgen Sie lieber jetzt dafür, dass Sie glückliche Mieter bekommen und damit ein gutes Nebeneinkommen.

Top 20, Wohnküche mit Blick zur Terrasse

Top 20, Wohnküche auf einer Fläche von 82,28 m²

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