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In welchen Farben sehen Sie Ihre Traumwohnung?

Wie ist Ihre Wohnung eingerichtet? Alles ganz hell in Creme- und Weißtönen, oder doch mit vielen bunten Akzenten? Sind Ihre Möbel und Dekorationsgegenstände mit Ihnen mitgewachsen oder haben Sie diese gezielt gekauft?

Jeder von uns mag andere Farben. Deswegen möchte ich Ihnen heute auch nicht eine allgemeingültige Lösung empfehlen. Vielmehr darf ich Sie heute auf eine kleine Reise in die Welt der Farben und vor allem der Kombination von Farben entführen.

Warum sollten Sie sich mit Farben beim Wohnen beschäftigen?

Wenn Sie diesen Blog lesen, gehe ich davon aus, dass Sie sich mit dem Thema Wohnen und einer möglichen Veränderung Ihres Wohnsitzes beschäftigen. Vielleicht sind Sie aber auch nur mit einem Raum Ihrer bestehenden Wohnung unzufrieden und suchen hier Anregungen.

Aber schauen Sie sich doch jetzt bitte wirklich einmal in dem Raum in dem Sie gerade sind um. Welche Farben stechen Ihnen ins Auge? Sind das viele verschiedene oder dominiert eine einzelne? Wie erscheint Ihnen der Raum? Ist er unruhig oder fad? Dann ist es Zeit sich mit der Farbgestaltung zu beschäftigen. Aber hierfür sollten wir uns noch ein wenig mit den verschiedenen Arten von Farben beschäftigen.

Farbig heißt nicht bunt

An dieser Stelle ist es notwendig einmal festzuhalten, dass farbig und bunt nicht das gleiche ist. Wir unterscheiden gesättigte und neutrale Farben.

Gesättigte Farben strahlen, auch wenn Sie durch unterschiedliche Helligkeitsgrade und Mischungen nicht immer gleich stark wirken. Es sind dies zunächst einmal die Farben Gelb, Blau und Rot – die sogenannten Farben erster Ordnung. Dazu kommen aber auch noch die diversen Kombinationen dieser Farben wie etwa grün, violett oder orange (Farben zweiter Ordnung) und deren Mischformen (Farben dritter Ordnung). Bunte Farben sind üblicherweise gesättigte Farben mit kräftigen Tönen.

Neutrale Farben sind Schwarz, Braun, Grau und Weiß. Mischt man eine gesättigte Farbe sehr stark mit einer dieser Farben (meistens Weiß) entsteht ebenfalls eine neue neutrale Farbe. Dies wären etwa Cremetöne. Eine kräftige, bunte Farbe kann daher durch entsprechendes Mischen neutralisiert werden. Diese ist dann farbig, aber nicht bunt.

Bildausschnitt einer Farbkarte

Farbkarte als Einrichtungshilfe

Farbe beim Einrichten

Grundsätzlich ist erlaubt, was gefällt. Wenn Sie allerdings auf Nummer sicher gehen wollen, empfehle ich Ihnen Böden und Wände großteils in neutralen Farben zu halten. Die meisten Wohnzimmer werden heute ohnedies mit Holz- oder Laminatböden ausgestattet, aber auch die üblichen grauen oder anthrazitfarbigen Fliesen in Vorzimmern und Gängen können als neutral betrachtet werden. Bei der Wandgestaltung lässt sich hier auch einiges machen.

Eine bunte Wand ist oft besser als ein ganzer bunter Raum

Durch die starke Wirkung gesättigter Farben, kann ein Raum der bunt gestrichen wird relativ schnell auch drückend wirken. Sollten Sie daher überlegen Wände zu streichen, probieren Sie dies doch zunächst einmal nur auf einer einzelnen Wand aus. Alternativ können Sie eine intensive Farbe natürlich durch die Mischung mit Weiß sehr stark in der Wirkung reduzieren. Dies kann dann ebenfalls sehr gefällig sein. Aber wie gesagt – richtig ist, was Ihnen gefällt.

Wie schaut es mit den Möbeln aus?

Auch Möbel sind natürlich ein Punkt der Farbe in die Wohnung bringen kann. Mein Tipp wäre, dass Sie Möbel weitestgehend neutral halten sollten. Wenn Sie gerne kräftige Farben um sich haben wollen, suchen Sie sich ruhig ein oder zwei Stücke pro Raum raus. Dies kommt wesentlich besser zur Geltung als ein komplett bunter Raum.

Wenn Sie kräftige Farben in einen Raum integrieren möchten, so können Sie dies auch durch Dekogegenstände tun: Wählen Sie statt einem bunten Sofa lieber bunte Sitzkissen. Suchen Sie sich bunte Bilder, kleine Teppiche oder Decken.

Bunte Schachtel zu einem Regal gestapelt.

Bunte Möbel machen fröhlich

Wie teste ich, welche Farben für mich passen?

Mein Tipp ist, dass Sie sich zunächst einmal ein Eck eines Raumes suchen, in dem Sie eine Veränderung vornehmen wollen würden. Räumen Sie zunächst alle bunten, stark gesättigten Gegenstände aus diesem Bereich raus. Danach holen Sie gezielt einzelne Gegenstände, die Sie dort platzieren wollen, zurück und schauen sich das einmal an. Wenn das passt, dann können Sie sich schon einmal an dieser Farbe bzw. diesen Farben orientieren. Mischen Sie nicht gleich zu viele Farben, bleiben Sie für den Anfang bei ein bis drei Farben. Wie man aus mehreren Farben ein Farbschema erstellen kann, zeige ich Ihnen in einem späteren Beitrag.

Wer jetzt schon mehr darüber wissen will, dem empfehle ich ein Buch:

„Wohlfühlfaktor Farbe – Ein Praxishandbuch für die Gestaltung in Ihrem Zuhause“ von Iris Houghton und Wiebke Rieck, erschienen im Blottner Verlag.

 

Bildnachweis: Wohnraum: PARACELSUS Wohnbau; Farbkarte: Lasse Kristensen / shutterstock.com; Bunte Möbel: mtlapcevic / shutterstock.com

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