Eichhörnchen

Was ist überhaupt eine Allgemeinfläche?

Wohnungseigentum ist das ausschließliche Recht zur Nutzung einer Wohnung. Aber ein Wohnhaus besteht nunmal nicht nur aus den einzelnen Wohnungen.

Als Eigentümer einer Eigentumswohnung ist man auch gleichzeitig Eigentümer von anderen Räumen im Haus. Hier gibt es teilweise gesetzliche Regelungen, teilweise aber auch einfach in der Praxis entstandene Vorschriften, wie die Benutzung zu regeln ist.

Bevor Sie sich eine Eigentumswohnung kaufen, sollten Sie die wichtigsten Punkte kennen.

Gemeinschaftsterrasse

Manchmal gibt es sogar eine Gemeinschafts-terrasse, z.B. bei uns in der Gebauergasse 18

Wozu gibt es Allgemeinräume?

Haben Sie sich diese Frage überhaupt schon einmal gestellt? In Wirklichkeit freut sich doch jeder, der eine neue Wohnung besichtigt, dass im Haus etwa auch ein Raum für Fahrräder zur Verfügung gestellt wird oder einer für Kinderwägen oder auch eine gemeinsame Waschküche vorhanden ist.

Ursprünglich entstammen diese Räume der Platznot im Wohnbau in früheren Zeiten. Erinnern Sie sich vielleicht noch an Häuser mit Gangtoiletten oder der klassischen Bassena im Altbau? Beides kann man heute noch in vielen Häusern in Wien finden. Es handelt sich hier um frühe Formen von Gemeinschaftsanlagen.

Heute werden Allgemeinräume einerseits auf Grund der Bauordnung und andererseits aufgrund der Erwartungen der zukünftigen Eigentümer gebaut. Die Bauordnungen der österreichischen Bundesländer sehen vor, dass diverse Allgemeinräume vorhanden sein müssen.

In Wien gibt es zum Beispiel Regelungen, wie viele Fahrradabstellplätze gebaut werden müssen. Es ist auch vorgeschrieben, dass ab 15 Wohnungen ein Kleinkinderspielplatz gebaut werden muss. Bei größeren Objekten sind auch andere Gemeinschaftsräume vorgeschrieben.

Welchen Zweck erfüllen Gemeinschaftsflächen und Räume?

Im besten Fall werden diese Flächen wirklich von allen– oder zumindest den meisten – Bewohnern des Hauses genutzt und führen zu mehr Kommunikation im Haus.

Außerdem sorgen sie natürlich dafür, dass sperrige Gegenstände nicht bis in die Wohnung mitgenommen werden müssen. So können Kinderwägen, Fahrräder tatsächlich bereits im Erdgeschoß oder Keller verbleiben und stehen nicht in der Wohnung im Weg.

Was sollte man über Allgemeinflächen wissen?

Zunächst ist es wichtig, zu verstehen, dass Allgemeinflächen nicht einem Eigentümer allein gehören, sondern der gemeinsamen Nutzung aller Eigentümer dienen. Wenn jemand vermietet, steht die Nutzung des Raumes natürlich auch den Mietern zu.

Das bedeutet, dass artfremde Gegenstände in diesen Räumen nicht gelagert werden dürfen. Ein Fahrradraum dient nicht dazu, die eigenen Autoreifen zu lagern. Das gilt ebenso für Garagenabstellplätze. Diese befinden sich in einer besonderen Form eines Gemeinschaftraums – der Garage – auch wenn der einzelne Platz im Wohnungseigentum der Nutzung durch den jeweiligen Eigentümer vorbehalten ist. Ein Ablagern von Gegenständen ist dennoch nicht erlaubt. Anders sieht es nur aus, wenn es sich um Garagenboxen oder sonstige bauliche getrennte Räume handelt.

Da es sich nicht um Einzeleigentum handelt, müssen natürlich auch gemeinschaftlich Entscheidungen getroffen werden. Dies bedeutet, dass die gleichen Regelungen für die Instandhaltung eines solchen Raumes gelten wie etwa für das Stiegenhaus.

Tiefgarage

Garage – auch diese ist eine (wenn auch spezielle) Gemeinschaftsanlage.

Wer bestimmt was mit den vorhandenen Räumen passiert?

Von Gesetz wegen entscheidet bei Erhaltungsarbeiten die einfache Mehrheit der Anteile der Wohnungseigentümer.

Die Vollmacht einer Hausverwaltung umfasst allerdings üblicherweise die Durchführung von Erhaltungsarbeiten, wodurch es hier zu Beauftragungen ohne Rücksprache mit den Eigentümern kommen kann. Das macht bei kleineren Arbeiten oft auch Sinn, da dadurch kleine Schäden sofort und unkompliziert behoben werden können.

Die Neueinrichtung eines Allgemeinraumes oder dessen Umgestaltung (zum Beispiel eine alte Hausmeisterwohnung soll zum Fahrradraum umgestaltet werden), kann aber jedenfalls von der Hausverwaltung nicht ohne Zustimmung der Eigentümer einfach durchgeführt werden.

Wo gibt es am häufigsten Streit?

Streitpunkte rund um Allgemeinräume und Allgemeinflächen sind oft Themen wie der Tausch von Sand in der Sandkiste. Insbesondere wenn gerade keine kleinen Kinder im Haus wohnen, macht der Tausch nicht unbedingt Sinn. Ist die Hausverwaltung hierüber nicht informiert, so muss sie grundsätzlich den Sand regelmäßig erneuern, was zu Streit mit den Eigentümern führen kann.

Hier gibt es natürlich Möglichkeiten, der Hausverwaltung im Zuge der Hausversammlung zu sagen, dass ein derartiger Tausch nicht gewünscht wird – zumindest solange keine Kinder im Haus wohnen.

Ein weiterer Streitpunkt sind etwa Waschküchen, wo geregelt werden muss, wie die Kosten aufgeteilt werden sollen. Nutzen nur wenige Wohnungseigentümer die Waschküche, so kommt es oft zu Streitereien über die entstehenden Kosten. Insbesondere wenn es um die Erneuerung von Waschmaschinen geht, kommt es hier doch auch zu Unstimmigkeiten in den Häusern.

In unseren Wohnungen haben wir von vornherein in jeder Wohnung einen Waschmaschinen- und Trockneranschluss eingebaut und auf die Waschküchen verzichtet. Dieser Streitpunkt ist daher bei uns nicht relevant.

Bei Fahrradräumen ist oft die Sicherheit ein Thema. So wird manchmal darüber gestritten, ob auch wirklich jeder Benutzer die Türen verschließt, beziehungsweise wer dort aller Zutritt hat.

Mein Tipp hierfür: Achten Sie daher bereits bei der Wohnungssuche auf die Frage, wie die Absicherung von Fahrrädern möglich ist, insbesondere ob Haken oder Ständer zur Anbringung der Fahrräder vorhanden sind. Auch ein gutes Türschloss und eine Tür mit Türknauf machen Sinn.

Fahrradabstellraum

Der Fahrradabstellraum sollte über eine solide Verwahrungseinrichtung verfügen.

Haben Sie noch Fragen?

Haben Sie noch Fragen zu Allgemeinräumen? Falls Sie bei mir eine Wohnung besichtigen kommen, schauen wir uns selbstverständlich auch die Allgemeinräume an.

Falls es aber andere Fragen gibt, kontaktieren Sie mich ruhig über das Kontaktformular oder hinterlassen Sie hier einen Kommentar.

FAQ - PARACLESUS Wohnbau, beantwortet von Mag. Stephan Maier

Da mir immer wieder ähnliche Fragen gestellt werden, habe ich beschlossen, ab sofort regelmäßig oft gestellte Fragen zu beantworten. Deshalb auch die Bezeichnung FAQ. Das ist die Abkürzung für die englische Wendung „Frequently Asked Questions“ oder einfacher gesagt: häufig gestellte Fragen.

Die erste Frage betrifft den Unterschied zwischen verschiedenen Wohnungsformen. Ich werde nämlich regelmäßig gefragt, ob ich neben Eigentumswohnungen auch Genossenschaftswohnungen anbiete.

Eine Genossenschaft ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Aufgabe es ist, seinen Mitgliedern Leistungen zur Verfügung zu stellen. Genossenschaften gibt es in verschiedenen Bereichen und in ihren Vorformen bereits seit dem Mittelalter. Bekannt sind diese etwa aus dem Bankenbereich. So gibt es Raiffeisen- und Volksbanken, die großteils heute noch als Genossenschaft organisiert sind. Insbesondere am Land bieten Genossenschaften viele allgemein zugängliche Dienste. Landwirtschaftliche Produkte werden oft über Genossenschaften verkauft, diese Genossenschaften stellen ihren Mitgliedern aber auch Geräte oder Einkaufsmöglichkeiten zur Verfügung.

Das Besondere an einer Genossenschaft ist, dass man hier Mitglied werden muss, um daran teilzunehmen. Das gilt genauso auch für den Bereich der Wohnungsgenossenschaften. Näheres zur Genossenschaft finden Sie zum Beispiel hier.

Was ist eine Genossenschaftswohnung?

Ein Teilbereich der Genossenschaften beschäftigt sich mit dem Wohnwesen. Die Aufgabe dieser Genossenschaften ist es, für ihre Mitglieder Wohnraum zu schaffen und zu erhalten. Das sind dann die bekannten Genossenschaftswohnungen.

Genossenschaftswohnungen können Miet- oder Eigentumswohnungen sein, hier gibt es keine Vorgabe. Üblicherweise werden Genossenschaftswohnungen aber als Mietwohnung gebaut, in den letzten Jahren immer öfter als Mietwohnung mit späterer Eigentumsoption.

Das bedeutet, dass es dem Mieter nach zehn Jahren einmalig freisteht, seine Wohnung zu einem dann festzulegenden Preis zu erwerben. Wohnungen, die hierbei nicht verkauft werden, bleiben im Eigentum der Genossenschaft. Sehr oft behält die Genossenschaft damit die Mehrheit der Anteile am Haus.

In den letzten Jahren bauen Genossenschaften öfters auch freifinanziertes Wohnungseigentum. Das entspricht letztendlich dem, was auch von uns angeboten wird. Also Eigentumswohnungen für die keine staatlichen oder städtischen Förderungen in Anspruch genommen worden sind. Der Anteil dieser Wohnungen steigt, weil es für Förderungen klare Preislimits für den Ankaufspreis eines Grundstücks gibt. Die von Ihnen bei mir angefragten Genossenschaftswohnungen sind aber geförderte Mietwohnungen.

Noch ein paar weitere Informationen über Genossenschaftswohnungen finden Sie etwa hier.

Wie komme ich an eine Genossenschaftswohnung?

Zunächst einmal sollten wir vielleicht klären, wie sie keine finden: und zwar indem sie sich an einen Makler oder einen Bauträger der als GmbH geführt ist wenden. Geförderte Genossenschaftswohnungen dürfen ausschließlich von Genossenschaften vergeben werden. Eine Liste aller Genossenschaften, die Wohnungen anbieten, führt der Österreichische Verband Gemeinnütziger Bauvereinigungen.

Was kostet eine Genossenschaftswohnung?

Das ist eine Frage, die man nicht ganz klar beantworten kann. Sprechen wir von einer Mietwohnung, so ist zunächst einmal ein Genossenschaftsanteil zu bezahlen.

Zusätzlich ist ein Anteil an den Baukosten zu entrichten. Hierfür gibt es in den Förderbedingungen für geförderten Wohnbau klare Vorgaben, wie hoch dieser Anteil sein darf.

Dieser Betrag ist ebenfalls bei Wohnungen fällig, die über eine Eigentumsoption nach zehn Jahren verfügen. Er wird jährlich abgezinst, der verbliebene Betrag muss aber bei Auszug jedenfalls von der Genossenschaft zurückbezahlt werden.

Der Genossenschaftsanteil selber wird bei Aufgabe der Wohnung ebenfalls zurück bezahlt, diese Rückzahlung erfolgt allerdings erst ein bis zwei Jahre später.

Genossenschaften bieten aber auch, wenn auch seltener, direkt Eigentumswohnungen. Die Kosten hierfür erfahren Sie am besten direkt bei der Genossenschaft.

Top 18, Wohnküche

Top 18, Wohnküche auf einer Fläche von 38,40 m², Gebauergasse 18, 1210 Wien.

Bieten Genossenschaften auch Eigentumswohnungen?

Wie oben schon erwähnt, gibt es auch von Genossenschaften Eigentumswohnungen. Es ist sowohl möglich, geförderte als auch ungeförderte Eigentumswohnungen zu errichten. Genossenschaften werden dies je nach verfügbaren Grundstücken entscheiden.

Was ist eine freifinanzierte Wohnung?

Freifinanziert bedeutet nichts anderes, als dass keine Förderungen in Anspruch genommen wurden. Das bedeutet, dass der Erbauer der Wohnungen sämtliche Zahlungen selbst getätigt hat und keine Förderungen von Staat oder Land eingesetzt wurden.

Es gibt freifinanzierte Wohnungen sowohl als Miet- als auch als Eigentumswohnungen. Diese Wohnungen müssen nicht unbedingt teurer sein als eine Genossenschaftswohnung, sie sind lediglich ohne Förderung finanziert worden.

Wir bieten zum Beispiel freifinanzierte Eigentumswohnungen an. Wie bereits erwähnt dürfen wir gar keine Genossenschaftswohnungen anbieten, da wir einfach keine Genossenschaft sind.

Und was bietet jetzt PARACELSUS Wohnbau?

Wir bieten lediglich Eigentumswohnungen. Diese sind ohne Förderung errichtet und stehen sofort zur Verfügung.

Eine Finanzierung ist natürlich wie bei jeder anderen Wohnung möglich. Dies ist vom eigenen Einkommen sowie vom vorhandenen Vermögen abhängig und mit einer Bank zu besprechen.

Ich arbeite zum Beispiel mit der Oberbank zusammen. Sie können aber auch jede andere Bank zur Finanzierung heranziehen.

Top 4, Wohnküche

Top 4, Wohnküche 38,40 m², Groß-Enzersdorfer Straße 36, 1220 Wien.

Top 19, Wohnküche mit Blick zur Terrasse

 

Zeitlich befristetes Eigentum auf fremdem Grund

Wer auf der Suche nach einer Eigentumswohnung ist, dem kommt in letzter Zeit immer öfter die Möglichkeit von Eigentumswohnungen auf Baurechtsgründen unter. Aber was ist das jetzt eigentlich und warum bietet PARACELSUS Wohnbau das derzeit nicht an?

Ein Baurecht ist das Recht, auf fremdem Grund ein Objekt zu errichten und zu benutzen. Dieses Recht wird für eine vorher festgelegte Zeit zwischen zehn Jahren und maximal hundert Jahren befristet vergeben. Das Recht wird im Grundbuch eingetragen und kann auch weiter vergeben werden. Dies ist auch der Grund, warum es in letzter Zeit immer öfter für größere Wohnbauprojekte genutzt wird.

Was ist beim Baurecht zu beachten?

Es wird den Baurechtsnehmern je nach Vereinbarung monatlich oder jährlich ein Zins vorgeschrieben, dieser unterliegt der Wertsicherung und wird von allen Eigentümern gemeinsam bezahlt.

Obwohl das Grundstück nicht gekauft wird, fällt bei Abschluss eines Baurechtsvertrags ebenfalls Grunderwerbssteuer an. Diese beträgt 3,5% des 18-fachen jährlichen Baurechtszins. Die Eintragungsgebühr im Grundbuch beträgt 1,1% ebenfalls des 18-fachen jährlichen Baurechtszins.

Eigentumswohnungen auf Baurechtsgründen werden daher, zumindest theoretisch, günstiger vergeben, da kein Grundkostenanteil zu bezahlen ist.

An der Wohnung oder dem Reihenhaus selbst wird Eigentum begründet, jedoch bleibt das Grundstück immer in fremdem Besitz. Bei Ablauf des Baurechts geht das Eigentum am gekauften Objekt aber für eine sehr geringe Entschädigung an den Eigentümer des Grundstücks über. Wird vertraglich nichts Anderes festgelegt, so erhält der Baurechtsnehmer hierbei 25% des Gebäudewerts bei Vertragsbeendigung. Alle weiteren Rechte des Wohnungseigentümers erlöschen.

Wenn Baurecht jetzt billigere Wohnungen ermöglicht, warum ist es dann problematisch?

Zum einen muss man sagen, dass sich, speziell in Wien, die Vergünstigung bei Baurechtswohnungen im Vergleich zu anderen Eigentumswohnungen oft sehr in Grenzen hält, andererseits muss man sich im Klaren sein, dass Baurechtswohnungen an Wert verlieren statt gewinnen.

Je näher das Ende einer Baurechtsvereinbarung kommt, desto schwieriger wird es, die Wohnung wieder zu verwerten. Das gleiche gilt natürlich auch für Pfandrechte. Banken geben weniger leicht Kredite auf Baurechtswohnungen, da diese als schwerer weiterverwertbar gelten. Je länger ein solches Objekt schon genutzt wurde, desto weiter sinkt der Wert durch die kürzere Restnutzungszeit.

Was man auch nicht vergessen darf sind die jährlichen Folgekosten. Der regelmäßig indexierte Baurechtszins macht das Leben im Baurecht nicht günstiger. Oft zahlt man monatlich für kleinere Wohnungen bereits einige hundert Euro. Hier stellt sich dann wirklich die Frage, ob das noch günstiges Wohnungseigentum oder eigentlich eine sehr teure Form der Miete ist.

Wie schaut es bei PARACELSUS Wohnbau aus?

Ich baue derzeit lediglich auf Eigengründen. Das bedeutet, dass ich vor dem Bau eines Objekts ein Grundstück ankaufe und auf diesem Grundstück ein Objekt errichte. Sie kaufen dann bei mir eine Eigentumswohnung, bei der Ihnen auch ein Anteil am Grundstück gehört. Somit kann diese Wohnung nicht nur für einige Jahrzehnte, sondern bei Wunsch auch über mehrere Generationen weiterverwendet oder aber auch jederzeit verkauft werden.

Derzeit suche ich ein neues Grundstück, um wieder neue Wohnungen entwickeln zu können. Wenn Sie ein interessantes Grundstück zu verkaufen haben, dann melden Sie sich doch bitte bei mir.

Top 19, Wohnküche, Teilansicht

Top 19, Wohnküche auf einer Fläche von 37,63 m²