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Eichhörnchen

Auf der Suche nach einer Eigentumswohnung kann man sich schnell verlieren. In diesem Blogbeitrag finden Sie einige Tipps, wie Sie sich bereits bevor Sie auf die Suche nach einer neuen Wohnung gehen vorbereiten können.

1. Budget: Was kann ich mir leisten?

Der zentralste Punkt bei jeder Wohnungssuche ist die Frage des Budgets. Noch vor der ersten Besichtigung sollten Sie sich darüber im Klaren sein, wie viel Sie überhaupt ausgeben können. Das gilt sowohl für die einmaligen Ankaufskosten als auch für die laufend anfallenden Kosten wie etwa Betriebskosten, Heizung und Strom.

Gerade beim Kauf einer Eigentumswohnung ist es wichtig, eine genaue Aufstellung der zu erwartenden monatlichen Belastungen zu machen. Dies dient dazu, dass man sich bei Aufnahme eines Kredits zum Wohnungskauf wirklich die monatlichen Raten leisten kann. Schließlich will man ja den Rest des Monats auch noch von etwas leben.

2. Zimmer und Quadratmeter: Was brauche ich wirklich?

Insbesondere wenn man eine Wohnung kauft, bindet man sich doch für einen längeren Zeitraum. Dementsprechend sollte die Wohnung auch für einige Zeit den persönlichen Anforderungen genügen können.

Hierzu ist es wichtig, sich klarzumachen, welche Funktionen man in der Wohnung überhaupt haben möchte. Ein Gästezimmer macht zum Beispiel nicht immer wirklich Sinn, vor allem dann nicht, wenn man nur einmal im Jahr für zwei Tage Gäste hat.

Umgekehrt ist es ein Problem, wenn man zum Beispiel auf das Kinderzimmer vergisst, aber dann doch bald Nachwuchs kommt. Aus diesem Grund wäre es immer gut, nicht nur auf die Quadratmeterzahl zu achten, sondern auf die tatsächliche Ausnutzbarkeit und die Anzahl der Räume.

3. Ausstattung: Was soll meine Wohnung kosten?

Gerade bei der Ausstattung sollte man sich überlegen, was man wirklich möchte. Hier ist es empfehlenswert, schon mal ein wenig im Internet zu schauen, was man da so alles findet. Unsere Seite zeigt zum Beispiel sehr genau, wie unsere Wohnungen ausgestattet sind und durch die Mustermöblierung auch, was darin möglich ist.

Eine wichtige Frage in diesem Zusammenhang ist etwa, ob die Küche ein getrennter Raum sein soll, weil z. B. oft geruchsintensiv gekocht wird oder ob man eine Wohnküche bevorzugt, bei der man während des Kochens auch die Familie im Blick behalten kann. Oder die Frage, ob alle Zimmer zentral betretbar sein müssen, oder es auch Durchgangszimmer geben darf.

Sollten Sie sich für Gebrauchtimmobilien interessieren, dann ist es vor allen Dingen wichtig, sich selbst klarzumachen, wie viel man auch für eine eventuelle Renovierung und Neugestaltung an Zeit sowie Geld zur Verfügung hat. Ein neues Badezimmer kann ganz schön ins Geld gehen, manchmal genügt es aber auch, eine Armatur oder einen Toilettensitz zu tauschen. Dennoch ist es in beiden Fällen wichtig vorher zu schauen, ob man entsprechende Kontakte oder die finanziellen Mittel dafür hat.

4. Heizung: Wie warm ist es im Winter?

Dieser Tipp zielt wieder vermehrt auf Altbauten ab. Durch die geringere Isolierung muss hier oft mehr geheizt werden. Höhere Räume erfordern ebenfalls ein stärkeres Heizen.

Vor allen Dingen ist es aber wichtig, sich mit der vorhandenen Heiztechnik zu beschäftigen. Wird mit Gas, Kohle, festen Brennstoffen, Pellets oder gar mit Erdwärme geheizt? Jede dieser Heizformen hat ihre Vor- und Nachteile und ist natürlich auch mit Preisrisiken verbunden.

Ebenso macht es einen Unterschied, ob ein Objekt mit einer Heizzentrale für das ganze Wohnhaus ausgestattet ist oder ob jede Wohnung über eine eigene Heiztherme verfügt. In diesem Fall sollte man sich die Therme genau anschauen und bisherige Wartungsprotokolle verlangen.

5. Keller und Lift: Was muss das Haus können?

Genauso wie man sich über die Wünsche rund um die Wohnung klar werden muss, sollte man das auch rund ums Haus selbst. Es geht einerseits um den Erhaltungszustand (s. Blog zum Thema), andererseits aber auch um Fragen, wie etwa ob ein Lift im Objekt vorhanden sein soll oder ob es ein trockenes Kellerabteil geben muss.

6. Parkplatz und Erreichbarkeit

So unterschiedlich wie die Anforderungen an eine Wohnung, sind auch die Anforderungen betreffend der Mobilität. Viele Menschen sind auch heute noch zur Fortbewegung auf ein Auto angewiesen.

Wer also ein Auto braucht, sollte auch dafür sorgen, dass er eine Parkmöglichkeit hat. Entweder gibt es wie bei unseren Objekten Parkplätze zu erwerben, oder es muss Parkplätze in der Umgebung geben. Insbesondere in Wiens Innenstadtbezirken muss man hier sehr aufpassen, da oft auch Anrainerparkzonen nicht ausreichend Platz für alle bieten. Sollte Ihre Wunschimmobilie also keine Parkmöglichkeit bieten, dann sollte es zumindest in der Nähe eine Garage zur Anmietung geben.

Umgekehrt ist es für Leute ohne Auto natürlich wichtig zu schauen, wie sie ihren Arbeitsplatz oder andere wichtige Ziele erreichen können. Gibt es eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr? Wie oft fahren etwa ein Bus oder eine Straßenbahn wirklich?

7. Immobilienbörsen oder so suchen?

Nun kann es also losgehen mit Ihrer Suche. Aber wie stellt man das jetzt richtig an?

Es gibt einfach mehrere Wege, wie Sie jetzt zu suchen beginnen können. Sie haben natürlich die Immobilienbörsen im Internet zur Verfügung, eventuell suchen Sie auch noch über klassische Zeitungen, oder sie gehen einfach einmal in Ihrer Wunschumgebung spazieren. Sehr oft sind neue Wohnprojekte oder auch einzelne zum Verkauf stehende Wohnungen direkt vor Ort angeschrieben und damit leicht zu finden. Eine Googlesuche bietet sich natürlich auch an, da gerade Bauträger gerne Projekte direkt auf einem eigenen Internetauftritt bewerben. Diese Objekte sind dann nicht immer auch auf den großen Plattformen zu finden.

Resümee

Wo immer Sie jetzt auch suchen wollen, nehmen Sie sich im Vorfeld ein paar Minuten Zeit und überlegen Sie sich Ihre wichtigsten Wünsche und Ihr Budget. Dann sparen Sie sich bei der eigentlichen Suche viel Zeit.

Foto: Fotolia / Rido

Planvoll nach der geeigneten Wohnung suchen erspart viele Umwege.


Bildnachweis: Fotolia / schulzfoto, Rido

Reihenhaus

Auch ein Reihenhaus ist nur eine Eigentumswohnung. War Ihnen das schon bekannt? Ein Reihenhaus ist rechtlich jeder Eigentumswohnung gleichgesetzt. Sie sind also lediglich Wohnungseigentümer und nicht Eigentümer eines eigenen Hauses. Als Wohnungseigentümer stehen Ihnen in Ihrem Objekt zwar auch viele Rechte offen, aber sie unterliegen weitaus mehr Vorschriften, die das Zusammenleben regeln.

Und was bedeutet dies jetzt im Alltag?

Zunächst werden Sie davon nicht viel merken. Das Einzige, was gleich auffällt, ist, dass die Häuser der Nachbarn genauso aussehen wie Ihres.

Den Unterschied, den Sie aber bemerken werden, finden Sie im Bereich des Zusammenlebens. Es gibt in den meisten Anlagen einen professionellen Hausverwalter, alternativ kann aber auch einer der Miteigentümer die Verwaltung für alle Beteiligten übernehmen.

Notwendig ist dies, da Sie im Gegensatz zum Einfamilienhaus Teil einer Gemeinschaft von Wohnungseigentümern werden. Wie bei einer Eigentumswohnung fallen Kosten an, die an diese Gemeinschaft und nicht individuell an die Eigentümer verrechnet werden.

Welche Kosten fallen denn an?

Es gibt einerseits Betriebskosten wie etwa Wasser, Grundsteuer, Müll, die Hausversicherung oder die Schneeräumung. Die Verträge hierfür müssen üblicherweise für eine gesamte Liegenschaft abgeschlossen werden, daher werden sie von der Wohnungseigentümergemeinschaft beauftragt.

Ebenso gibt es aber auch die Erhaltungskosten. Im Gegensatz zum Einfamilienhaus, wo Sie allein für alle Reparaturen verantwortlich sind und diese auch frei beauftragen können, sind im Reihenhaus alle Reparaturen an der Substanz von der Gemeinschaft zu erledigen und zu finanzieren.

Genau wie bei einer Eigentumswohnung müssen also gewisse Kosten gemeinsam bezahlt werden. Sinnvollerweise gibt es hierfür ein Gemeinschaftskonto, von dem aus diese Aufwendungen geregelt werden.

Ein professioneller Hausverwalter wird auch darauf achten, dass eine Rücklage für die Eigentümergemeinschaft gebildet wird, von der dann in Folge spätere Reparaturen bezahlt werden können, ohne den einzelnen Eigentümer mit einer Einmalzahlung komplett zu überfordern.

Die Frage der Erhaltung

Laut Wohnungseigentumsgesetz gilt im Reihenhaus die gleiche Regelung wie für jede Eigentumswohnung. Kosten für die Erhaltung der Substanz sind von den Wohnungseigentümern nach den jeweiligen Nutzwerten zu tragen.
Im Wohnungseigentumsvertrag kann Abweichendes geregelt werden. Gerade bei Reihenhäusern passiert es etwa immer wieder, dass darin festgelegt wird, dass die Erhaltung der einzelnen Objekte dem jeweiligen Eigentümer obliegt. Gibt es aber keine solche Klausel, ist jede Erhaltungsarbeit an der Substanz und insbesondere auch an der Außenhaut eine Sache der Gemeinschaft.

Reihenhaus

Altmodische Reihenhausanlage. Foto: onnola / flickr

Was passiert, wenn ein Eigentümer nicht zahlt?

Grundsätzlich haften alle Eigentümer solidarisch für die Aufwendungen der Liegenschaft. Kann also ein Eigentümer seine laufenden Betriebs- und Erhaltungskosten nicht mehr bezahlen, dann müssen die anderen dessen Anteile mitübernehmen und können sich dann mittels Klage diese Gelder zurückholen. Hier kommt es natürlich darauf an, ob der betreffende Eigentümer überhaupt noch liquide ist. Wenn diese Forderungen der Gemeinschaft aber binnen sechs Monaten bei Gericht eingebracht werden, dann besteht zumindest ein Vorzugspfandrecht.

Was sind andere Streitpunkte?

Da vielen Leuten nach wie vor nicht klar ist, dass es sich beim Reihenhaus um eine Eigentumswohnung handelt, kommt es insbesondere zu Streitigkeiten rund um die Individualisierung der Objekte.

Es ist nicht einfach erlaubt, einen anderen Zaun, eine anders gefärbte Fassade oder einen Wintergarten anzubringen, da dies alles Themen der Wohnungseigentümergemeinschaft sind. Ohne Zustimmung der Mitarbeiter oder eine entsprechende Regelung im Wohnungseigentumsvertrag, ist dies alles nicht möglich.

Wie bei der Eigentumswohnung müssen alle Miteigentümer einer Veränderung zustimmen. Die fehlende Zustimmung eines Eigentümers kann zwar gerichtlich ersetzt werden, es bleibt aber die Frage, ob ein überstimmter Nachbar ein guter Nachbar ist.

Und was passiert später damit?

Viele Leute, die sich ein Haus kaufen, planen dies gleich für ihr gesamtes Leben und am besten auch noch für die nächsten drei Generationen zu erhalten. Dieser durchaus legitime Gedanke muss allerdings im Reihenhaus oft hintenanstehen. Wie bereits erwähnt, bedarf es für Sanierungen und Umbauten der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer. Gerade wenn Anlagen älter werden und damit die Notwendigkeit von Sanierungen steigt, sinkt oft der Wille der betroffenen Eigentümer, auch wirklich genügend Geld in die Sanierung der gemeinsamen Anlage zu stecken. Ohne Einigung werden aber oft nicht einmal die nötigsten Arbeiten erledigt.

Was können Sie tun, wenn Sie sich für ein Reihenhaus interessieren?

Mein Tipp dafür ist es, dass Sie sich den Wohnungseigentumsvertrag genau anschauen. Was dürfen Sie ohne die Eigentümergemeinschaft und was erfordert deren Einvernehmen? Wie viele Wegflächen, die im Winter beleuchtet und vom Schnee geräumt werden müssen, gibt es in der Anlage? Gibt es eine Hausverwaltung?
Und wenn Sie älter werden?

Gerade im Alter kann ein Reihenhaus auch zur Belastung werden. Die Kinder sind vielleicht schon ausgezogen und man braucht den Platz gar nicht mehr, vor allen Dingen hat es aber Treppen. Diese müssen jedes Mal auf dem Weg zu den Schlaf- oder Badezimmern überwunden werden. Oft ist es einfacher in eine kleine Eigentumswohnung zu wechseln, da ein Reihenhaus dann einfach zu viel Arbeit macht.

Eine solche Eigentumswohnung, ebenerdig mit zwei Zimmern, aber sogar mit Garten und Terrasse kann ich Ihnen aktuell noch anbieten. Klicken Sie hier für weitere Informationen…

Top 4, Loggia, Terrasse, Garten

Groß-Enzersdorfer Straße 36, Top 4. 2-Zimmer-Wohnung mit Terrasse und Garten.


Foto ganz oben: Christian Steinborn / flickr

Ein amerikanischer Kolonialbau

Amerikaner sehen das viel lockerer als wir

Ich weiß nicht wie es Ihnen geht: Wie ich selbst damals ein neues Eigenheim gesucht habe (und das war lange vor meiner Zeit als Bauträger) war mir doch recht deutlich bewusst, dass es sich um eine langfristige Entscheidung handeln würde.

Nach mittlerweile knapp 15 Jahren in meinem kleinen Haus kann ich sagen, dass sich das für mich im Moment auch noch bestätigt hat, wenn ich aber auch bereits ein wenig daran zweifle.

Geht es Ihnen genauso? Suchen Sie eine Wohnung oder ein Haus in dem auch noch Ihre Enkel einmal leben sollen?

Ich bin davon mittlerweile abgegangen und sehe meine Entscheidung für mein Zuhause als Entscheidung auf Zeit. Jetzt bin ich hier zu Hause, bereits morgen könnte es aber ganz anders sein. Aber wonach richtet sich eine solche Entscheidung wirklich und wieso komme ich gerade auf den Vergleich mit den USA?

Amerikanisches versus Wiener Denken

Amerikaner gelten schon lange als wesentlich flexibler in der Wahl ihres Wohnortes. Wenn eine interessante berufliche Aufgabe kommt, wechseln viele nicht nur den Job sondern auch gleich ihr gesamtes Wohnumfeld. Hierbei ziehen sie teilweise ans andere Ende des Kontinents.

Wir Europäer und insbesondere auch wir Österreicher denken da oft noch anders. Natürlich lässt sich die europäische langfristig gewachsene Kultur auch nicht so ohne weiters mit Amerika vergleichen. Auch bei uns gehen dank des Zusammenwachsens der Europäischen Staaten immer mehr Personen für eine Zeit oder auch für immer ins Ausland.

Aber jetzt mal ehrlich – für viele ist auch schon der Umzug in einen anderen Bezirk der gleichen Stadt schwer vorstellbar. Ich erlebe in meiner Tätigkeit als Bauträger immer wieder, dass Leute sich extrem an ihren Wohnbezirk gebunden fühlen. Oftmals aber auch an die eigene Wohnung.

So gesehen ist dann natürlich die Entscheidung für die Eigentumswohnung eine Lebensentscheidung. Aber muss das denn wirklich unumkehrbar sein?

Wohnküche einer Maisonette.

Top 20, Gebauergasse 18, Wien 21: 3-Zimmer Wohnung auf 2 Dachgeschoße errichtet. Wohnfläche mit 162 m² mit Balkon und Terrassen.

Denken Sie auch ans Enkelkind?

Denken Sie doch einmal daran was passiert, wenn Sie unerwartet noch ein Kind bekommen und plötzlich ist ein Zimmer zu wenig da. Oder der umgekehrte Fall: die Kinder sind erwachsen und ausgezogen. Jetzt stehen Sie mit einem großen Haus inklusive Garten da und wissen gar nicht, wie Sie das alles erhalten sollen.

Schon ist die ganze Lebensplanung futsch und Sie müssen sich neu finden. Nur wie verwertet man jetzt die einst so kostbar erworbene oder gar selbst gebaute Immobilie am Besten?

Das ist eine Frage, die Sie sich am Besten schon bei der Wahl Ihrer Immobilie stellen sollten. Gehen Sie nicht davon aus, dass Sie für immer hier wohnen werden. Machen Sie es wie die Amerikaner und suchen Sie nicht nach der Immobilie, die noch Ihre Enkelkinder bewohnen können.

Fragen Sie sich lieber was Ihnen im Hier und Jetzt wichtig ist. Was muss Ihre Traumimmobilie können? Und schauen Sie sich auch ein wenig um, mit welcher Entwicklung in Ihrem Stadtteil gerechnet werden kann. Hier denke ich an Infrastrukturprojekte wie etwa Altstadtsanierungsförderungen, den Bau neuer öffentlicher Verkehrsmittel oder etwa ganz neuer Stadteile (wie in Wien zum Beispiel die Seestadt Aspern oder das Sonnwendviertel beim neuen Hauptbahnhof).

Die Qualität macht den Unterschied

Außerdem sollten Sie – diesmal wieder aus europäischer Sicht – auf die Qualität des von Ihnen erworbenen Objekts achten. Werden hier minderwertige Baumaterialien benutzt, kann es schon sehr bald zu enormen Folgekosten kommen. Ein Verkauf einer desolaten Immobilie wird nur mit großen Preisabschlägen möglich sein.

In diesem Sinn achten Sie weniger auf die jetzige Lage als mehr auf die Entwicklung die ihr Wohngebiet aus heutiger Sicht nehmen wird und entscheiden Sie sich für Qualität beim Bau. Es wird Ihnen bei einem späteren Wiederverkauf enorm helfen. Wie Sie Ihre alte Immobilie für einen Verkauf vorbereiten können, erfahren Sie unter dem Stichwort Home Staging in diesem Blog.

Und ihre Enkelkinder werden Ihnen auch dankbar sein, wenn Sie einmal selbst entscheiden können wo sie wohnen wollen. Oder möchten Sie gerne in das Wohnzimmer Ihrer Großeltern einziehen?


Bildnachweis: Kolonialhaus: Susan Law Cain / shutterstock.com; Wohnraum: PARACELSUS Wohnbau.

 

Vitrine aus den frühen 60er-Jahren.

Wie sehen eigentlich Ihre Möbel aus? Entsprechen diese Ihrem Leben oder stammen sie noch aus Ihrer ersten eigenen Wohnung oder gar Ihrem Kinderzimmer? Auch sehr beliebt: die Einrichtung erinnert noch an frühere Beziehungen und dabei leben Sie schon seit über zehn Jahren allein.

Ich habe in der letzten Woche mehrere Leute getroffen, bei denen bei der Wohnungssuche die alten Möbel ein Thema waren.

Wer eine Wohnung sucht und diese auch tatsächlich finden will, sollte sich immer zuerst mit seinem derzeitigen Leben beschäftigen. Auch wenn Sie nicht planen, in Ihre alte Wohnung noch viel zu investieren, ist ein Check Ihrer Möbel ein guter Start in den Neubeginn.

Die Gegenstände mit denen wir unser Zuhause gestalten, sind ein Zeugnis unserer jeweiligen Lebensumstände.

Als Jugendliche wollen wir oft einen Einrichtungsstil, der sich hauptsächlich von dem unserer Eltern unterscheidet. Man will einmal selbst etwas gestalten und sein eigenes Leben präsentieren.

Ziehen wir dann in unsere erste eigene Wohnung, so setzt sich das, nicht zuletzt auf Grund budgetärer Begrenzungen, oft fort. Viele Studenten oder junge Berufstätige haben einfach nicht das große Budget, um gleich tolle neue Designermöbel zu kaufen und wenn wir ehrlich sind, sind diese auch nicht immer unbedingt nötig.

Aber auch wenn man älter wird und vielleicht einmal gut eingerichtet hat, sollte man manchmal überlegen, ob alles passt. Gerade wenn Beziehungen auseinandergehen, oder geliebte Menschen sterben, sollte man nach einiger Zeit einmal darauf achten, wie viel Platz der frühere Partner noch in der Wohnung einnimmt.

Was passiert, wenn sich nichts ändert?

Beginnen wir wieder bei den jungen Menschen, die noch in Ihrer ersten eigenen Wohnung leben: Irgendwann steht vielleicht die Familiengründung oder jedenfalls eine Beziehung mit gemeinsamer Wohnung an. Ist dies eine der beiden bereits bestehenden Wohnungen, dann muss sich der einziehende Partner erst einmal ihren oder seinen Platz schaffen.

Meistens ist genau das mit großen Diskussionen verbunden. Schließlich haben beide Partner ein Vorleben und das möchte irgendwie berücksichtigt werden. Zwei Lebensstile prallen aufeinander und es kommt oft zu Konflikten, die sich gerade rund um Möbelstücke zeigen können.

Aber selbst wenn man allein lebt, verändert sich das Leben doch sehr. Egal, ob Sie den Job wechseln, sich der Freundeskreis verändert oder die Lebensumstände ändern, wir entwickeln uns im Laufe der Zeit einfach.

Im Gegensatz zu uns machen unsere Räume diese Entwicklung aber nicht von selbst mit. Hier sind wir gefordert, aktiv einzugreifen, um die Entwicklung nachzuvollziehen.

Wenn eine Beziehung zu Ende geht, bedeutet dies ebenfalls, dass man den ehemaligen oder verstorbenen Partner aus der Wohnung ausziehen lassen muss. Auch wenn es weh tut, nach einer angemessenen Trauerzeit sollten die Erinnerungen zumindest reduziert werden.

Nicht alle Erinnerungsstücke, wie dieses Sofa, möbeln ein neues Zuhause auf.

Was früher zum gemütlichen Sitzen verführte, kann später zum Ballast werden.

Was passiert, wenn ich nichts mache?

Auf den ersten Blick ändert dies natürlich nicht viel. Wenn man aber genauer schaut, dann merkt man, dass genau das ein Problem sein kann.

Wenn wir in unser Zuhause nie etwas Neues, dem aktuellen Entwicklungsstand unseres Lebens entsprechendes, holen, dann werden wir über kurz oder lang auch wenig Neues erleben und kennenlernen.

Unser Unterbewusstsein nimmt die ganze Zeit wahr, womit wir uns so umgeben. Genau das, was wir uns aber zeigen, ist das, was wir uns damit ins Leben holen. Umgeben wir uns mit den Möbeln unserer Kindheit und Jugend, dann fehlt uns einfach die Entwicklung in unserem Leben. Neues hat keinen Platz, weil wir uns von altem nicht lösen.

Lösen wir uns etwa nicht von den Bildern eines geschiedenen Partners, dann wird es auch schwerfallen, uns einer neuen Beziehung zu öffnen und einen neuen Menschen ins Leben zu lassen.

Aber ich kann doch nicht alles rausschmeißen, wenn ich bald umziehen will?

Gerade wenn Sie auf der Suche nach einer neuen Eigentumswohnung sind, ist es nur allzu verständlich, dass Sie nicht im großen Stil alle Ihre alten Möbel rauswerfen wollen, um sich in der alten Umgebung noch einmal neu einzurichten.

Meist hilft es aber schon, sich der aktuellen Lage und der Notwendigkeit von Veränderungen bewusst zu werden. Wollen Sie eine neue Wohnung in Ihr Leben holen, dann hilft es, sich schon einmal mit Einrichtungsideen und Wünschen für eine neue Wohnung zu beschäftigen.

Sie können schon einmal aktiv planen, welche Ihrer Möbel unbedingt mitkommen müssen und welche zurückbleiben dürfen. Gibt es Dinge in Ihrer alten Wohnung, die Sie bereits jetzt nicht mehr nutzen, dann beginnen Sie diese zu entsorgen. Bilder von Verstorbenen müssen Sie nicht wegwerfen, aber Sie müssen diese Bilder auch nicht in der ganzen Wohnung offen sichtbar aufhängen. Ein Platz an einer Wand oder gar gesammelt in einer Lade ermöglicht Ihnen, wieder in die Zukunft zu schauen.

Nutzen Sie Accessoires

Selbst wenn Sie noch keine Möbel verabschieden können, gibt es vielleicht alte Accessoires oder Bilder oder gar noch Poster, die einfach nicht mehr Ihrem aktuellen Leben entsprechen. Räumen Sie ab. Suchen Sie sich zunächst drei Objekte pro Raum, die definitiv nicht mehr übersiedeln sollen.

Dann suchen Sie drei weitere Objekte, bei denen Sie sich noch nicht ganz sicher sind, ob diese mitkommen müssen, oder ob es andere Möglichkeiten gibt.

Die Dinge, die definitiv nicht mehr mitkommen sollen, werfen Sie bitte entweder sofort weg oder verschenken diese binnen maximal einer Woche. Diese Fristsetzung ist notwendig, damit Sie den Vorgang nicht unnötig in die Länge ziehen und so den Schwung etwas zu ändern verlieren.

Die Gegenstände, bei denen Sie nicht sicher sind, ob Sie diese weiter behalten wollen, geben Sie in eine Kiste und schreiben ein Datum drauf. Dieses liegt drei Monate in der Zukunft. Haben Sie bis dahin die Kiste nicht geöffnet, dann werfen Sie diese UNGEÖFFNET einfach weg. Sie werden die Gegenstände nicht mehr vermissen.

Um jetzt neuen Schwung in Ihr Leben und die Suche nach einer neuen Wohnung zu bringen, dürfen Sie die weggegebenen Gegenstände durch neue ersetzen. Hier gilt es, für Sie passende Accessoires zu finden, die Sie auch in Ihrer nächsten Wohnung verwenden können. Das können etwa eine Zierdecke, neue Bettwäsche, ein Bild oder auch neue Handtücher sein. Solche Gegenstände bringen oft sehr viel frische Energie und frischen Schwung.

Lassen Sie los

Zum Abschluss noch ein kurzer Tipp für Ihre Wohnsituation. Wenn Sie jetzt das Gefühl haben, dass Sie total viel zu tun hätten, um Ihre Wohnung auf einen Umzug zu „programmieren“, dann lassen Sie sich davon nicht erschlagen.

Fangen Sie doch einfach an: Was ist das erste Stück in Ihrer Umgebung, das gehen kann? Nehmen Sie dieses jetzt und entfernen Sie es sofort aus Ihrer Wohnung. Oft ist es wirklich nur das erste Stück, das uns den größten Stress macht. Probieren Sie es aus!

Wohnküche mit Blick hinaus auf den Garten.

Großzügige Wohnküche mit Garten und Terrasse der Top 4 , Groß-Enzersdorfer Straße 36, Wien 22.

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