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Bügelzimmer

Räume ohne klare Definition

Wie sieht es in Ihrer Wohnung aus? Haben Sie eine klare Einteilung für jeden Ihrer Räume? Wissen Sie genau, was wo seinen Platz hat?

Oder geht es Ihnen so, dass Sie zwar genug Zimmer, aber irgendwie keine Struktur haben. Ein schönes Beispiel hierfür ist das Bügelzimmer.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Ich meine nicht ein Bügelzimmer in der Waschküche, wo vielleicht wirklich Platz für ein Bügelbrett vorgesehen ist. Ich spreche von Zimmern ohne klare Funktion.

Nennen Sie es Bügelzimmer, Rumpelkammer oder zusätzlicher Raum. Auf jeden Fall weiß keiner was man damit genau macht.

Surfen im Bügelzimmer

Surfen im Bügelzimmer oder wenn der Traum nur dem Zimmer einen Sinn gibt. (Shutterstock / Nomad_Soul)

Aber ich hab doch gar kein Zimmer zu viel?

Dann können Sie an dieser Stelle aufhören zu lesen.

Nein, Spaß beiseite. Vielleicht haben Sie ja kein funktionsloses Zimmer, aber einen Raum der einfach für verschiedene andere Tätigkeiten „missbraucht“ wird.

Räumen Sie das Bügelbrett nach der Verwendung denn immer weg? Oder bleibt es dann eben im Wohn- oder Schlafzimmer stehen?

Es könnten natürlich auch ehemalige Kinderzimmer sein, die nach dem Auszug der Kinder leer stehen. Hier wird ja auch gerne die Einrichtung der „Kinder“ behalten, auch wenn diese bereits Mitte vierzig und seit vielen Jahren ausgezogen sind.

Die Wirkung von Gerümpel und Unordnung

Räume, die wirklich fürs Bügeln genützt werden, sind schon in Ordnung. Problematisch sind eben die Räume, die einfach leer stehen oder nie genutzt werden. Sie nehmen der ganzen Wohnung Energie weg, was sich direkt auf Sie und Ihr Leben auswirkt.

Unser Unterbewusstsein reagiert auf jede Form von Unordnung und Schmutz. Egal ob wir wollen oder nicht, Gerümpel zieht immer noch mehr Gerümpel und Unordnung an. Der Energielevel in diesen Räumen sinkt.

Das gleiche gilt auch für Räume, die einfach gar nicht mehr genutzt werden. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie schnell solche Zimmer irgendwie leicht muffig riechen können? Auch das hängt mit einem niedrigeren Energielevel zusammen.

Auf uns Menschen kann das unmittelbare Auswirkungen haben. Selbst wenn es nur ein einziges Zimmer ist, in dem niemand mehr wohnt oder sich das Gerümpel stapelt, hat es auf uns eine starke Wirkung. Meistens fühlen wir uns einfach nicht mehr wohl. Vielleicht schämt man sich auch für den Raum oder gar die ganze Wohnung.

Was können Sie tun?

Eine einfache Lösung ist es sicher Ordnung zu schaffen und Leben in die Räume zu bringen. Das ist aber oft gar nicht so leicht, weil man oft selbst gar nicht mehr sieht, was los ist. Hier kann es helfen, sich einen Fotoapparat oder ein Handy mit Fotofunktion zu schnappen und ein paar Fotos vom betroffenen Raum oder sogar von der ganzen Wohnung zu machen.

Gehen Sie in jedes Eck und fotografieren Sie alle Seiten des betreffenden Zimmers. Nach Möglichkeit drucken Sie die Bilder aus oder schauen sich diese zumindest auf einem größeren Bildschirm an.

Was fällt Ihnen auf? Sieht man Chaos oder ist alles sehr strukturiert und geordnet? Lassen Sie sich bei der Analyse der Bilder ruhig ein wenig Zeit. Oftmals hilft es, so etwas zwei oder drei Mal im Abstand von ein oder zwei Tagen anzuschauen.

Das kann aber nur ein Anfang sein. Selbstverständlich geht es auch noch ans Beseitigen der Unordnung. Hierbei sollten Sie nicht irgendwo einfach anfangen, sondern zunächst einmal jedem Raum eine klare Funktion zuschreiben. Diese sollte dann sinnvollerweise auch tatsächlich zum Raum und vor allen Dingen zu Ihnen passen.

Denn es hilft das schönste Arbeitszimmer nichts, wenn Sie es nie benutzen. Selbiges gilt natürlich ebenso für Fernseh- oder Esszimmer, für Hobbyräume oder den beliebten im Eck stehenden Heimtrainer.

Und wie geht das im Detail?

Überlegen Sie doch einmal in Ruhe, welche Funktion Sie sich in Ihrer Wohnung immer schon einmal gewünscht haben. Was fehlt Ihnen? Oder was würde Ihnen gut tun?

Wenn Sie hier nicht gleich eine Lösung haben, dann achten Sie doch darauf was Ihre Freunde und Bekannten tun. Vielleicht bringt Sie das auf neue Ideen. Eine schöne Alternative sind auch Einrichtungszeitschriften oder Bücher. Hier findet man oft tolle Ratschläge und Ideen.

Sollten Sie sich nicht gleich sicher sein, dann schreiben oder zeichnen Sie Ihren Wunsch einmal auf ein großes Blatt Papier und hängen diesen in den Raum. Sie merken nach kurzer Zeit, ob ihr Wunsch wirklich passt oder nicht.

Und wegen dem Chaos? Ja, das müssen Sie wegräumen. Aber übernehmen Sie sich nicht. Fangen Sie in kleinen Schritten an. Oft reicht es ein Regalfach oder eine Schublade auf einmal zu leeren. Das Geheimnis hier liegt nämlich in der Regelmäßigkeit. Besser täglich oder zumindest jeden zweiten Tag ein wenig, als zu versuchen alles auf einmal zu machen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es hier auch tolle Ratgeber in Buchform gibt.

Zimmer mit einer klaren Funktion.

Zimmer mit klarer Funktion.

Kontrollieren Sie Ihre Fortschritte

Und zu guter Letzt, kontrollieren Sie doch regelmäßig wie es vorangeht. Wie Sie das tun sollen? Indem Sie die Fotos nutzen, die Sie am Anfang machen. Fotografieren Sie nach einiger Zeit erneut und vergleichen Sie die Entwicklung im Raum. Sie werden sehen, wie viel Unterschied bereits nach kurzer Zeit entstanden ist.

Was das jetzt alles genau mit den Energien im Raum zu tun hat und wieso diese in einem geordneten Raum viel freier fließen können, erfahren Sie demnächst hier im Wohnwerk Blog.

Aber jetzt einmal eine Frage an Sie? Wie schaut es bei Ihnen aus? Haben Sie Räume oder auch nur einzelne Ecken ohne klare Ordnung und Funktion? Schreiben Sie mir. Ich bin sehr gespannt auf Ihre Sichtweise.


Raum ohne klare Funktion
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Laufschuhe anziehen (Dusan Petkovic / Shutterstock)

Die Tage werden länger und es wird endlich wieder wärmer. Das ist die ideale Zeit, um nach einer neuen Wohnung zu suchen. Es hilft aber auch, in Ihrer derzeitigen Wohnung einige Maßnahmen zu treffen, um diese fit für das Frühjahr zu machen; auch, wenn Sie bereits eine neue Eigentumswohnung suchen.

Aber ich suche doch eine neue Eigentumswohnung – wozu der Aufwand?

Die Gestaltung Ihrer jetzigen Wohnung passend zu der Jahreszeit hilft Ihnen, frische Energie in die Räume und in Ihr Leben zu bekommen. Mit frischem Schwung fällt es dann auch leichter, eine neue Wohnung zu suchen. Oft sind es Kleinigkeiten, die Sie in der alten Wohnung verändern, die Sie dann schnell zu Ihrer neuen Eigentumswohnung führen.

Eine Kammer voller Kartons, Pölster, Dekoration, Lampen.1. Aufräumen und Ausmisten

Nutzen Sie die Zeit des Frühjahrs und bereiten Sie Ihren kommenden Umzug vor. Wenn Sie jetzt bereits ausmisten und alte Dinge weggeben, geht es dann umso schneller mit dem Umzug. Außerdem hilft diese Maßnahme, Ihren Fokus zu verschieben und sich frei zu machen, die neue Wohnung überhaupt in Ihr Leben zu lassen.

Alles, was wir lange aufheben, staut alte Energien auf und bindet uns an den bisherigen Zustand. Jedes Entrümpeln, Ausmisten und auch Reparieren von Schäden führt zu Wirkungen im Raum und damit zu Wirkungen in Ihrem Leben.

2. Frische Blumen in die Räume

Das Schönste am Frühjahr ist doch die Natur. Endlich geht es wieder raus in die frische Luft ohne dabei zu frieren. Außerdem beginnt endlich alles zu blühen und das frische, satte Grün kommt raus.

Wie man schon lange weiß, macht uns dieses Rausgehen in die Natur glücklich und sorgt auch bei uns Menschen für frischen Tatendrang. Diesen Effekt können wir uns leicht in die Wohnung holen, indem wir einfach regelmäßig einen kleinen Blumenstrauß für unsere Räume mitnehmen. Frische Zimmerpflanzen sind natürlich auch eine nette Möglichkeit, um frischen Schwung mitzunehmen.

Tulpen und Hyazinthen3. Orientieren Sie sich an den Farbwelten der Natur

Es müssen nicht immer nur Pflanzen sein. Auch Dekorationsartikel wie Zierpölster, Geschirrtücher oder auch Ziergegenstände aus Holz oder Keramik können das Herz erfreuen. Diese werden jetzt überall in frühlingshaft-frischen Farben angeboten.

Selbstverständlich gilt es hierbei nicht zu übertreiben, aber ein wenig Dekoration macht uns das Ankommen im eigenen Zuhause leichter und damit auch die Suche nach einem neuen Zuhause.

4. Machen Sie den Erfolgscheck

Strahlt Ihr bisheriges Zuhause bereits den Wunsch zur Veränderung aus? Was meine ich damit, werden Sie sich wahrscheinlich jetzt fragen.
Wir können unsere Räume immer dazu nutzen, um unsere Ziele darin zu stärken. Setzen Sie symbolische Anker, die Sie an Ihre Ziele, in unserem Fall eine neue Eigentumswohnung, erinnern sollen. Das bedeutet, dass Sie sich Gegenstände, Bilder oder was immer Sie an Ihr Ziel erinnert, in die bestehenden Räume stellen oder hängen.

Selbst wenn Sie diese nie direkt anschauen, sieht es Ihr Unterbewusstsein immer dann, wenn Sie im Raum sind. Deshalb hilft es, wenn wir solche Anker in möglichst vielen unserer Räume setzen. Die Technik funktioniert auch bei anderen Zielen, allerdings sollten Sie nicht zu viele Ziele auf einmal verfolgen, da wir Menschen nicht unbegrenzt viele Ziele auf einmal erfolgreich verfolgen können. Wichtig ist hierbei, dass Sie Ihr Ziel wirklich bereits fühlen und spüren können.
Also wie fühlt sich Ihre neue Wohnung an? Welche Eigenschaften soll Sie haben? Diese Dinge sollten Sie zunächst einmal ausarbeiten, dann können Sie die Ziele im Raum „installieren“ und auch einfach wieder vergessen. Wenn es Ihrem ernsthaften Wunsch entspricht, dann werden Sie Ihr Ziel erreichen.
Bunte Schachtel zu einem Regal gestapelt.

5. Was wünschen Sie sich in der neuen Eigentumswohnung?

Überlegen Sie sich jetzt schon, ob es zum Beispiel irgendwelche besonderen Farben oder Gegenstände in Ihrer neuen Wohnung geben soll. Vielleicht können Sie sich davon bereits jetzt etwas holen.

Das könnten zum Beispiel neue Handtücher, eine schöne Bettwäsche, ein gemütlicher Sessel oder sogar eine Kommode sein. Wichtig ist es, dass diese Gegenstände symbolisch für Ihr neues Zuhause stehen. Dann ist die Freude umso größer, wenn Sie diese mit in Ihre neue Wohnung übersiedeln.


Bild ganz oben: Dusan Petkovic / Shutterstock

Aus der Ecke wurde ein freundlicher heller Arbeitsplatz.

Sind Sie schon einmal umgezogen? Dann wissen Sie, wie viel man dabei auf einmal entdecken kann und wie viel Zeug auch dabei verloren gehen kann, ohne dass man es nachher je wieder sucht.

Ich bin nicht umgezogen, aber ich habe mein Büro nach vedischen Prinzipien optimieren lassen. Das Ergebnis ist schlimmer als die meisten Umzüge, die ich kenne.

Ein Malermeister auf der Leiter trägt violette Wandfarbe auf.

Die richtige Wandfarbe beeinflusst entscheidend das Wohlbefinden am Arbeitsplatz.

Was sind vedische Prinzipien?

Um es kurz zu machen, es handelt sich um eine Technik aus Indien. Vedisches Bauen meint eine Bautechnik und einen Stil, der optimal mit der Natur in Verbindung steht und der es uns Menschen ermöglicht, unser Potential voll zu nützen.

Die Technik ist wesentlich älter als das bei uns mittlerweile sehr geläufige Feng Shui und wurde bereits vor zirka 6.000 Jahren in Indien angewandt. Wichtige Punkte sind etwa die Himmelsrichtung, nach der Gebäude ausgerichtet sind, oder auch wo im Gebäude sich welcher Raum befindet.

Was heißt das jetzt für uns?

Wir in Europa haben diese Prinzipien zum Teil durchaus schon immer angewandt, auch wenn Sie in unserem Kulturkreis aus anderen Strömungen heraus entstanden sind. Vieles wurde und wird beim Bauen von Häusern und Wohnungen aber ignoriert und kann zu sogenannten „Defekten“ führen.

Solche „Defekte“ können sich auf unseren Erfolg oder unser Leben auswirken. Auch hier ähnelt dies dem Feng Shui und lässt sich verstandesmäßig ganz gut begreifen. Schließlich kann man sagen, dass eine unangenehme Wohnumgebung wahrscheinlich auf Dauer das Leben eines Menschen nicht einfacher machen wird. Unser Unterbewusstsein konzentriert sich auf diese Dinge, auch wenn wir sie vielleicht bewusst gar nicht mehr wahrnehmen.

Und was tut man jetzt dagegen?

Vedisches Bauen oder auch Vastu bietet hier die Möglichkeit, durch relativ einfache Maßnahmen, die allerdings von einem Spezialisten bestimmt werden, Korrekturen vorzunehmen und die Energieströme wieder in die richtige Richtung fließen zu lassen.

Bei mir ist dies jetzt gerade geschehen und ich möchte Ihnen ein paar Vorher- und Nachher-Fotos zeigen.

Das alte Büro mit einer Besprechungsecke.

Vorher: Früher stand dort diese Sitzecke.

Aus der Ecke wurde ein freundlicher heller Arbeitsplatz.

Nachher: Jetzt ist der Arbeitsplatz hell geworden.

Das auffälligste ist, dass ich den Eingang meines Büros tauschen musste. Ich hatte immer zwei Türen, aber mein bisheriger Nebeneingang ist jetzt mein offizieller Haupteingang. Mein Schreibtisch wurde ans andere Ende des Zimmers gerückt und auch der Besprechungstisch ist gewandert. Die Wände wurden alle neu gestrichen, dazu habe ich mehrere „Maßnahmen“ im Raum stehen oder hängen. So gibt es hier jetzt etwa Marmor- und Granitplatten und eine Vase voller Zink. Vor allem aber jede Menge kleiner Spiegelchen.

Die braune Wand ließ die Türe verschwinden.

Vorher: Damals hatte die Nebentür keine besondere Funktion.

Jetzt erhalten die Besucher beim Betreten des Büros, einen positiven Eindruck.

Nachher: Jetzt werden Besucher nicht nur gebührend empfangen, sondern gewinnen einen positiven Eindruck vom Büro.

Was hat es bewirkt?

Im Büro hat sich damit die Stimmung stark verändert. Die Wirkung des Raums ist eine völlig andere und auch Leute die hereinkommen merken, dass irgendwie vieles verändert ist. Es zieht eine neue Ernsthaftigkeit ein.

Das Bild zeigt die Büromöbel an neuen Positionen.

Das neue Büro wirkt nicht nur aufgeräumter sondern ist mit positiver Energie geladen.

Und was haben Sie als Leser davon?

Wohnwerk Paracelsus wird sich mit und auch durch diese Maßnahme weiterentwickeln. Zunächst wird es sich in den Wohnungen bemerkbar machen, da wir auch hier weiter am Wohngefühl arbeiten werden.

Demnächst werden aber neben den noch zum Verkauf stehenden Wohnungen auch noch neue Angebote für Sie und Ihr Zuhause entstehen. Details kann ich an dieser Stelle noch nicht verraten, aber der Servicecharakter soll noch stark ausgebaut werden. Seien Sie gespannt.

Und für die Zwischenzeit

Für die Zeit bis ich Ihnen neues mitgeben werde, empfehle ich Ihnen doch einmal Ihr eigenes Zuhause zu durchwühlen. Wo sind Sie nicht zufrieden? Wo könnte eine Wand neu gestrichen werden. Werden Sie aktiv und helfen Sie Ihrem Unterbewusstsein, sich wohl zu fühlen.

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Ansicht auf die Einbauküche und Wohnbereich der Dachgeschoßwohnung.

Eine Wohnung im Dachgeschoß ist für viele Menschen ein Traum. Sie steht für Luxus, Licht und Helligkeit. Es gibt Terrassen und man hat niemanden, der über einem wohnt.

Andererseits bedeutet das Dach aber auch schräge Wände und eine schwierigere Einrichtung. Im Sommer kann brütende Hitze in der Wohnung herrschen und ohne Klimaanlage hält man es nicht aus. Im Winter führt die fehlende Dämmung zu hohen Heizkosten.

Lesen Sie heute, was wirklich an Dachgeschoßwohnungen dran ist und wo Sie aufpassen sollten.

Wir kaufen einen Dachboden und bauen ihn aus

Gehören Sie zu den Selbermachern? Dann haben Sie vielleicht schon einmal überlegt, einen Rohdachboden zu kaufen und selbst auszubauen. Oder Sie wollen eine Firma damit beauftragen, aber jedenfalls selbst die Kontrolle über das Projekt innehaben.

Selbst mitzusprechen ist natürlich eine feine Sache. Aber es gibt ein paar Punkte, die Sie im Vorfeld wissen sollten.

Wenn Sie einen Dachboden erwerben, werden Sie Miteigentümer eines ganzen Hauses. Dies bedeutet, dass Sie an allen Kosten der Erhaltung des Hauses so wie alle anderen Eigentümer beteiligt werden.

Solange am Haus noch kein Wohnungseigentum begründet wurde, lassen sich hier noch relativ leicht Regelungen für die Kostentragung treffen. So kann es etwa Sinn machen, dass man erst mit Fertigstellung des Objekts an den dann anfallenden Betriebskosten beteiligt wird. Außerdem kann man mit dem Eigentümer des restlichen Hauses vertraglich vereinbaren, welche anderen Maßnahmen im Haus durchgeführt werden sollen und wer dafür aufkommt.

Gibt es bereits Wohnungseigentum und handelt es sich beim Dachboden um eine Gemeinschaftsfläche, so müssen alle Wohnungseigentümer dem Verkauf persönlich zustimmen und dies notariell beglaubigt unterschreiben. Bei größeren Objekten ist dieser Versuch meist sinnlos. Es werden aber auch Dachböden angeboten, die bereits ins Wohnungseigentum übertragen wurden, obwohl noch nichts ausgebaut wurde. Hier gilt es wieder zu schauen, ob eine Regelung für die Kostentragung während der Bauzeit gefunden wurde.

Ansicht von der Terrasse hinein in das Schlafzimmer.

Top 18, Gebauergasse 18, Wien 21. Maisonette mit Terrassen auf 81 m².

Und plötzlich reden die Nachbarn mit

Ein Ausbau eines Dachbodens ist natürlich auch genehmigungspflichtig. Um allerdings überhaupt einen Antrag zur Genehmigung bei der Baubehörde einbringen zu können, müssen die Planunterlagen entweder von allen Miteigentümern des Hauses oder von einer bevollmächtigten Person unterschrieben werden.

Hier kann es sein, dass Nachbarn auch einmal Unterschriften verweigern oder Forderungen stellen, um eine Unterschrift zu leisten.

Die Behörde darf natürlich auch mitsprechen. Hier gibt es durchaus harte Auflagen, insbesondere wenn das Äußere eines Objekts sich verändert: Dann gibt es oft viele Vorgaben, wie etwas gebaut werden darf. Dies kann sich natürlich auch in erhöhten Baukosten bemerkbar machen.

Suchen Sie sich Profis

Wenn Sie sich tatsächlich für das Ausbauen eines Dachgeschoßes entscheiden, dann suchen Sie sich bitte von Anfang an Hilfe! Bedenken Sie, dass Dinge wie der barrierefreie Zugang (Lift ins Dachgeschoß, aber auch in den Keller) oder auch Steigleitungen für Wasser, Gas und Strom ausgebildet werden müssen. Sie müssen auch dafür sorgen, dass alle aktiven Kamine erhalten bleiben und dennoch sinnvolle Räume entstehen. Es ist also wichtig, einen guten Planer und einen guten Bauträger zu suchen, die Sie im Bauprozess unterstützen.

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Ansicht der Wohnküche in Richtung Einbauküche und Terrasse. Top 19, Gebauergasse 18, Wien 21.

Also kaufen wir besser einen fertigen Dachausbau?

Grundsätzlich eine gute Idee, aber natürlich gibt es auch hier Tücken. Wenn Sie sich einen fertigen Dachausbau anschauen, dann schauen Sie unbedingt auch auf den Zustand des restlichen Hauses.

Wie schon erwähnt, werden Sie Miteigentümer des restlichen Objekts. Wenn dort größere Probleme bestehen, dann müssen Sie anteilig an allen anfallenden Kosten mitzahlen. Umgekehrt gilt dies für Ihre Nachbarn bei Schäden am Dach oft nicht direkt nach dem Kauf, sondern wegen vertraglicher Fristen erst deutlich später. Sehr oft wird auch geregelt, dass die Erhaltungsfrist von Terrassen direkt beim Eigentümer bleibt. Somit müssen Sie allein für Schäden einstehen, die wegen einer falschen Ausführung an Ihrer Terrasse entstehen und bei Ihren Nachbarn für nasse Wände sorgen.

Die Fertigstellung – ein wichtiger Punkt

Wie Sie vielleicht wissen, war ich früher als Hausverwalter tätig. Da habe ich einige Dachbodenausbauten gesehen, die für die Käufer sehr teuer wurden.

So gelang es einem Dachausbauer, dass er den Lift seitenverkehrt einbauen ließ. Das wäre für die Eigentümer nicht weiter dramatisch gewesen, da die Zugänge möglich waren und auch alles technisch funktioniert hat, aber es war ein rechtliches Problem.

Durch die fehlerhafte Einreichung war es nicht möglich, den Lift offiziell in Betrieb zu nehmen, weil er einfach nicht genehmigt war. Es musste ein aufwändiges Neugenehmigungsverfahren eingeleitet werden und erneut musste jeder Miteigentümer befragt werden!

Ebenso hatte ich das Vergnügen, einen Dachausbau zu erleben, wo der Erbauer zunächst selbst gewohnt hat, gleichzeitig aber zwei Wohnungen weiterverkauft hatte. Es stellte sich nach einigen Jahren heraus, dass der Erbauer nie die Fertigstellung bei der Baubehörde gemeldet hatte. Da einige Punkte auch nicht so leicht genehmigbar waren, mussten die Eigentümer auf eigene Kosten umbauen und um Fertigstellung ansuchen. Das war aufwändig und teuer.

Terrasse einer Dachgewchoßwohnung im Rohbau.

Rohbau der Attika mit Terrasse einer Dachgeschoßwohnung in der Groß-Enzersdorfer Straße 36, Wien 22.

Wer baut hier eigentlich?

Lassen Sie sich bitte nicht von schönen Hochglanzprospekten blenden. Hinterfragen Sie, wer die ausführenden Firmen sowie Personen sind und wie viel Erfahrung diese schon mitbringen. Gerade wenn es um Dachausbauten geht, gibt es hochseriöse Unternehmen, aber leider auch viele Glücksritter.

Wer hier zu billig baut, gerät in Gefahr, dass einiges schiefgehen kann. Minderwertige Materialien, falsch oder schlecht angebrachte Dämmungen oder auch schlechte Grundrisse können Ihnen nachhaltig das Leben vermiesen.

Der Dachboden im Neubau

Es gibt natürlich auch im Neubau Dachgeschoßwohnungen. Diese werden üblicherweise gleich mit dem restlichen Haus gemeinsam ausgebaut.

Der Vorteil ist, dass alles einheitlich gebaut wird. Es werden die gleichen Materialien genutzt und es stammt alles aus einer Hand. Sämtliche Leitungen sind neu und auch sonst gibt es keine anstehenden Sanierungsarbeiten. Ein weiterer Vorteil ist, dass häufig die Grundrisse so gestaltet werden, dass mehr gerade Wände ausgebildet werden können. Dies macht die Einrichtung eines solchen Objekts wesentlich günstiger.

Top 20: DG1 und DG2, 3 Zimmer, 162 m², Balkon, Terrasse.

Ansicht einer sonnigen Wohnküche mit Essbereich, Couchlandschaft mit Bar und Einbauküche. Top 20, Gebauergasse 18, Wien 21.

Was sollten Sie jetzt also wirklich beachten, wenn eine Dachwohnung Ihr Traum ist?

Erst einmal – fürchten Sie sich bitte nicht! Es muss weder heiß, noch kalt sein im Dach, noch muss man sich vor undichten Fenstern oder Terrassen fürchten. Aber es gibt all das da draußen.

Noch mehr als in jedem anderen Geschoß, sollten Sie im Dach darauf achten, dass Sie sich fachliche Unterstützung holen. Wenn Sie nicht sattelfest sind, dann holen Sie sich am besten einen technischen Sachverständigen zur Prüfung dazu.

Achten Sie auf Erfahrung und Vorprojekte der von Ihnen beauftragten Firmen. Nicht zuletzt lassen Sie sich gut rechtlich beraten. Ein Dachgeschoß kann eine tolle Wohnung sein. Aber schauen Sie lieber zwei Mal hin oder kommen bei mir in der Gebauergasse 18 in Floridsdorf vorbei. Dort gibt es noch drei gut ausgestattete Dachgeschoßwohnungen zu erwerben.

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