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Wohnzimmer nach Home Staging

Wenn Sie die anderen vier Teile meiner kleinen Serie zum Thema Verkauf Ihrer alten Eigentumswohnung gelesen haben, dann haben Sie schon sehr viel über Entrümpeln, Reparaturarbeiten, Aufräumen und die richtige Beleuchtung erfahren.

Jetzt werden Sie sich berechtigterweise fragen, wo die Vorteile all dieser Arbeit liegen.

Hände arbeiten an einem Stuhl

Ein Home Staging bedeutet auch einiges an Arbeit

Der allerwichtigste Punkt ist mehr Geld und das auch noch schneller.

Wie ich darauf komme? Wie ich bereits geschrieben habe ist Home Staging nichts völlig neues. In den USA hat man bereits mehrere Jahrzehnte Erfahrung in diesem Bereich gesammelt.

Wer die Amerikaner kennt weiß dass diese meistens Dinge nur dann tun, wenn sie sich wirtschaftlich etwas davon versprechen. So eben auch Home Staging.

Was habe ich genau davon?

Home Staging hilft Ihre Immobilie schneller und zu einem besseren Preis an einen Interessenten zu verkaufen. Dem Interessenten wiederum ist ebenfalls geholfen, da dieser nicht erst aufwändig kleine Reparaturarbeiten durchführen muss, sondern einfach mit seinen Möbeln kommen und einziehen kann.

Kostet das nicht alles viel Geld?

Eine berechtigte Frage, aber dafür müssen wir uns noch einmal ein wenig im Detail die Dinge anschauen die getan werden sollten.

  1. Entrümpeln: Ganz ehrlich? Müssen Sie das nicht sowieso tun bevor Sie übersiedeln? Umzugswägen kosten Geld und jedes zusätzliche Teil steigert die Kosten.
  2. Reparaturarbeiten: Hier reden wir in Wirklichkeit auch von Kleinigkeiten. Tauschen Sie kaputte Silikonfugen, lassen Sie die Wände einfach streichen (es muss nicht perfekt sondern lediglich sauber sein) oder machen Sie dies gleich selbst um Geld zu sparen.
  3. Reinigungsarbeiten: Sie würden doch auch normal putzen? Strengen Sie sich einfach ein paar Wochen etwas mehr an, es wird Ihnen durch einen schnelleren Verkauf gedankt werden.
  4. Licht: Vielleicht gefallen Ihnen ja die neuen Lampen und Spiegel und Sie können diese gleich in Ihrer neuen Wohnung einsetzen. Oder Sie können diese an Freunde verschenken oder sogar dem neuen Eigentümer Ihrer bisherigen Wohnung überlassen.

Alles zusammen hält sich ihr Aufwand also durchaus in Grenzen. Sie gewinnen aber durch eine kürzere Verkaufszeit, in der Sie ja etwa noch die Betriebs- und Heizkosten Ihrer alten Wohnung bezahlen müssten. Außerdem zahlt es sich im Verkaufspreis aus. Kunden sind gerne bereit, auch etwas mehr zu bezahlen, wenn sie dafür weniger Arbeit haben.

Vergleichen Sie es ruhig auch mit dem Verkauf eines Autos. Dieses würden Sie auch zuerst putzen und polieren bevor Sie es verkaufen. Bei einer Wohnung ist es ähnlich.

Wohnzimmer nach Home Staging

Dieses Einfamilienhaus wurde binnen einer Woche nach dem Staging verkauft.

Das ist mir alles zu viel Arbeit…

Wenn Ihnen ein Staging aber zu viel Arbeit ist, gibt es auch die Möglichkeit einen Home Stager zu beauftragen. Sprechen Sie mich darauf an, ich gebe Ihnen gerne Kontaktadressen bekannt. Und übrigens: Wenn Sie eine unserer Wohnungen erwerben, ist eine kostenlose Erstberatung (Angebot gilt nur in Wien und Umgebung. Außerhalb gerne mittels Fotobesprechung oder gesonderter Bezahlung der Wegzeiten) mit genauer Besprechung möglicher Maßnahmen zur besseren Verkaufsaufbereitung Ihrer alten Wohnung jederzeit gerne möglich.

Glühbirne

Viel Licht ist nicht nur im Alltag notwendig sondern auch bei der Verkaufspräsentation

Vor etwa zwei Jahren war ich auf der Immobilienmesse im Wiener Messegelände. Dort viel mir der Stand eines mir gut bekannten Maklerunternehmens besonders negativ auf. Dieses präsentierte dort sehr viele Eigentumswohnungen in sowie rund um Wien und das mit teilweise wilden Fotos.

Es gab einige Wohnungen, die eindeutig eingerichtet waren, aber auch diese konnten mich nicht begeistern.

Woran das lag? Wie der heutige Titel schon vermuten lässt an der Beleuchtung bzw. der Lichteinstrahlung in die Wohnung.

Schlecht beleuchtetes gestagtes Badezimmer

Ohne ausreichende Beleuchtung nützt das beste Staging nichts.

Als Hausverwalter und Bauträger bin ich in meinem Leben in viele sehr unterschiedliche Wohnungen gekommen. Vom dunklen Souterrainlokal bis hin zur strahlend hellen Dachgeschosswohnung. Wo habe ich mich wohl lieber aufgehalten? Wo würden Sie sich besser fühlen?

Die Mehrheit der Menschen empfindet helle und gut beleuchtete Räume angenehmer als dunkle. Aber vielleicht besitzen Sie ja eine nordseitig gelegene und damit automatisch dunkle Wohnung. Sie wollen deshalb ja trotzdem zu einem vernünftigen Preis verkaufen.

Fünf Tipps wie Sie Ihre Wohnung für einen Verkauf aufhellen können

  • Punkt 1: Fenster putzen

Das mag vielleicht ungewöhnlich klingen, aber je sauberer Ihre Fenster sind, desto mehr Licht geht nun einmal durch.

  • Punkt 2: Große Vorhänge und wuchtige Karniesen abnehmen oder zumindest aufmachen

Es gibt Räume, die gefühlsmäßig einfach einen Vorhang benötigen. Da spricht auch nichts dagegen. Nehmen Ihre Vorhänge Ihnen aber viel Licht weg weil sie sehr dick und vielleicht aus einem kräftigen Samtstoff sind, dann sollten Sie überlegen sie durch luftigere Modelle zu ersetzen. Aber selbst, wenn Sie die Vorhänge behalten, sollten Sie diese untertags unbedingt komplett aufziehen. Sie werden staunen, wie viel mehr Licht in den Raum fällt. Und ja, diese Regel gilt auch für Schlafzimmer, denn auch dieses wollen kaufinteressierte Personen lieber sehr hell sehen.

  • Punkt 3: Spiegel

Wenn ein Raum wenig natürliches Licht bekommt können Spiegel helfen. Diese werden gegenüber der Fenster platziert und vergrößern optisch den Raum. Sie sorgen aber auch für mehr Helligkeit im Zimmer. Sehr gut lassen sich Spiegel übrigens auch mit Zimmerpflanzen kombinieren oder eben mit Lampen.

  • Punkt 4: künstliches Licht

Schaffen Sie unbedingt in jedem Zimmer Ihrer Wohnung mehrere künstliche Lichtquellen. Neben der meist ohnedies vorhandenen Deckenleuchte sollten in zumindest zwei Ecken des Raumes jeweils eine weitere Lichtquelle stehen. Das kann eine Stehlampe ebenso wie ein Leselicht sein. Ihrer Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, die stärksten zugelassenen Leuchtmittel einzusetzen. Achten Sie auch, warmweiße Leuchtmittel zu verwenden und bitte keine Energiesparlampen. Diese erzeugen einfach keine Stimmung. Sehr empfehlen kann ich derzeit Halogenbirnen, wobei auch die LED-Birnen immer besser werden.

  • Punkt 5: Drehen Sie auch wirklich ALLE Lampen auf!

Bei einer Besichtigung kann es nicht hell genug sein. Drehen Sie alle Leuchten immer auf. Das gilt auch im Sommer und auch am hellsten Tag. Ihre Beleuchtungen sind nämlich mehr als Lichtquellen, es sind Stimmungsmacher. In dieser Form hat jede einzelne Birne eine spezielle Funktion und bringt Sie dem Verkauf Ihrer alten Wohnung näher.

Wenn ein Interessent einen Raum ohne künstliche Beleuchtung sehen will, kann man die Lampen immer noch abdrehen. Aber bieten Sie es niemals von sich aus an. Vergessen Sie auch nicht, Makler die Sie mit dem Verkauf Ihrer Wohnung beauftragt haben auf die Verwendung der Beleuchtung hinzuweisen.

Hell erleuchtetes Badezimmer

Gut ausgeleuchtet wirkt ein Raum gleich viel besser.

Im fünften und letzten Teil erkläre ich Ihnen dann, welche Vorteile all diese Home Staging Arbeit Ihnen beim Verkauf Ihrer alten Eigentumswohnung bringt.

Frau reinigt Fenster

Diese Artikelserie beschäftigt sich mit Tipps aus dem Bereich des Home Staging, um Ihre alte Eigentumswohnung besser und schneller verkaufen zu können. Oftmals ist es ja nötig, sich von anderen Wohnungen zu trennen, um das nötige Geld für den eigenen Wohntraum zu bekommen.

In den letzten beiden Teilen habe ich Ihnen kurz ein paar Tipps gegeben, warum es so wichtig ist zu entrümpeln und kleinere Reparaturarbeiten selbst durchzuführen.

In diesem dritten Teil geht es jetzt um das Thema Aufräumen. Eigentlich doch ganz selbstverständlich oder?

Mann bedient Staubsauger

Putzen macht den Unterschied. (BlueSkyImage / Shutterstock)

Putzen Sie täglich?

Leider zeigt sich in der Realität des Wohnungsverkaufs, dass es eben nicht selbstverständlich ist, seine Wohnung immer sauber und aufgeräumt zu halten. Insbesondere, wenn man noch in der Wohnung leben muss, gestaltet sich das Sauberhalten auch nicht immer so einfach.

Wer kennt das nicht: man ist fertig mit dem Essen und statt das schmutzige Geschirr gleich in den Geschirrspüler zu stellen, räumen wir es erst einmal in das Spülbecken. Dort bleibt es dann meistens ein oder auch zwei Tage oder bei manchen vielleicht auch länger stehen.

Ähnlich ist es auch mit der täglichen Post und den vielen Reklamesendungen, die uns jeden Tag ins Haus flattern. Oder Schuhe und Jacken, die man gerne achtlos im Vorraum liegen lässt.

Warum putzen wir?

Wahrscheinlich kennen Sie das Gefühl, wenn plötzlich und unerwartet Besuch vor der Tür steht. Wie geht es Ihnen in dieser Situation? Ich fühle mich meist leicht beschämt bei einem derartigen Chaos. Aber auch als Besucher kann das eine peinlich berührende Situation sein.

Jetzt versetzen wir uns doch einmal in die Rolle eines Wohnungsinteressenten. Dieser kommt in eine Wohnung, in der viel herumliegt und sich etwa die Schuhe türmen, der Abwasch nicht gemacht ist und vielleicht auch noch der Müllsack Geruchsspuren hinterlässt.

Auch dieser Interessent wird zunächst einmal leicht unangenehm berührt sein, vor allem wird er aber unbewusst die Wohnung aus seiner engeren Auswahl streichen. Wenn wir also nicht aufräumen, verlieren wir mögliche Kunden!!!

Wie sollten wir jetzt aufräumen?

Der erste Eindruck bei unseren Interessenten muss sitzen. Man sagt auch, man schafft am besten eine Hotelwohlfühlatmosphäre. Kennen Sie das Gefühl, in ein schönes Hotelzimmer zu kommen? Das so richtig sauber und einfach toll wirkt? Genau das wollen wir erreichen.

Hierzu ist es in der Verkaufsphase nötig, täglich den Müll aus der Wohnung zu bringen. Räumen Sie benutztes Geschirr sofort weg. Benutzen Sie eine unauffällige Wäschekiste mit Deckel, in der Sie benutzte Wäsche aufbewahren.

Schaffen Sie sich eine Tagesdecke für Ihr Bett an. Gemeinsam mit einigen Zierkissen können Sie Ihr noch normal benutztes Bett in wenigen Handgriffen in eine Wohlfühloase verwandeln.

Im Badezimmer sind ähnliche Maßnahmen notwendig. Am besten organisieren Sie sich eine kleine Kiste, in der Sie jeden Morgen Ihre persönlichen Waschutensilien verstauen. Räumen Sie alle Regale restlos ab und dekorieren Sie stattdessen etwa mit einer hübschen Seife oder einem Seifenspender. Wichtig ist, dass diese Dinge nicht zur täglichen Verwendung sondern lediglich zur Verschönerung während der Verkaufsphase dienen. Legen Sie sich hierfür auch neue Handtücher und Badematten zu. Diese verwenden Sie erst nach dem Umzug in Ihre neue Wohnung.

Ordentlich aufgeräumtes Schlafzimmer

Für Besichtigungen ist ein sauber aufgeräumtes Zimmer ein Wettbewerbsvorteil.

Und bitte gewöhnen Sie sich an, diese Dinge für die Verkaufszeit täglich zu machen. Sie wissen nie, wann plötzlich ein Kunde vor der Tür steht!

Im nächsten Teil erkläre ich Ihnen dann, warum eine gute Beleuchtung für den Verkauf auch wichtig ist.

Holzlatten streichen

 

Warum Sie Reparaturarbeiten lieber noch selber machen sollten!

Im ersten Teil dieser kleinen Artikelserie habe ich Ihnen erzählt, dass es wichtig ist, dass Sie in Ihrer alten Wohnung zunächst einmal ausmisten.

Dabei gilt die Regel möglichst zu entpersonalisieren und persönliche Dinge bereits wegzuräumen. Dies hilft einerseits Ihren Interessenten sich leichter ihr eigenes Leben in der Wohnung vorzustellen, andererseits aber auch Ihnen selbst sich leichter von Ihrem alten Zuhause zu verabschieden.

Heute möchte ich auf das Thema Reparaturarbeiten eingehen.

Home Staging eines Kinderzimmers

Neuer Teppichboden und einmal ausmalen und es wirkt wie neu.

Kleine Reparaturen machen den Unterschied

Oftmals sind es Kleinigkeiten, die durch die lange Nutzung einer Wohnung gar nicht so auffallen. So ist vielleicht die Silikonfuge im Bad oder in der Küche schon leicht kaputt oder schimmelt schlimmstenfalls schon leicht. Der Teppichboden im Kinderzimmer hat zwar 20 Jahre gute Dienste geleistet, aber jetzt sieht man eben doch die Gebrauchsspuren. Oder das Fenster, dessen Griff bereits vor Jahren nicht mehr richtig funktioniert hat.

Fast jeder von uns hat diese kleineren oder größeren Arbeiten die immer unerledigt blieben. Und überhaupt: wann wurde das letzte Mal ausgemalt in meiner Wohnung?

Alle diese Punkte klingen für Sie nach furchtbar viel Arbeit? Dann überlegen Sie einmal, wie es da erst Ihrem Kunden gehen muss! Der sucht nämlich üblicherweise eine Wohnung, in die er kommen und sofort einziehen kann.

Nichts machen kostet Geld!

Muss ein Kunde Arbeiten erst selbst erledigen werden Sie es in den Preisverhandlungen zu spüren bekommen.

Ein Richtwert der Home Stager sagt, dass Käufer sich für unerledigte Arbeiten mindestens das Fünffache der tatsächlichen Kosten abziehen!!!

Dazu kommt, dass viele Leute selbst mit dem Gedanken der Durchführung einfachster Handgriffe überfordert sein können. Einmal konnte ich eine Wohnung nicht verkaufen, weil keine Vorhangstangen montiert waren. Ich habe diese dann übrigens gekauft und anbringen lassen. Die Kosten dafür lagen bei ungefähr 200 Euro. Die Wohnung für über 300.000 Euro konnte ich aber mangels dieser Stangen zunächst nicht verkaufen.

Jetzt stellen Sie sich doch bitte erst vor, wie das bei einem alten kaputten Teppichboden ist? Auch hier habe ich bereits eine Erfahrung gemacht: Ich habe im Bekanntenkreis geholfen, eine Wohnung verkaufsfit zu machen. Diese stand ein halbes Jahr leer, ehe wir Böden im Wert von 250 Euro auflegten ohne sie zu verkleben und zwei Zimmer strichen. Danach war sie in einer Woche zum vollen Preis verkauft!

Home Staging eines Badezimmers

Neue Armaturen und ein Anstrich für den Unterschrank und alles war wie neu.

Fazit

In diesem Sinn: Reparieren Sie lieber, bevor Sie Ihre alte Eigentumswohnung verkaufen. Nächstes Mal geht es weiter mit dem Thema Putzen und der Frage, warum Sie besser Zeit zum Putzen einplanen sollten.

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